Maserati Ghibli

Dei Absatz-Party beim Maserati Ghibli scheint vorüber. Aufgrund der schwachen Nachfrage stehen die Bänder bei der FCA-Luxusmarke für sechs Wochen still. Bild: Maserati

Dass es im November einen einwöchigen Produktionsstopp im Maserati-Werk geben wird, hatte der Autokonzern bereits im Oktober angekündigt. Nun können sich die 2.000 Beschäftigten dort auf ganz lange Weihnachtsferien einrichten: Wie Bloomberg News unter Berufung auf Gewrekschaftskreise schreibt, ruht die Maserati Produktion innerhalb der nächsten zwei Monate für insgesamt sechs Wochen, davon ab 14. Dezember für vier Wochen am Stück. Nachdem FCA-Boss Sergio Marchionne in den vergangenen Tagen bereits die Wachstumsziele der Premium-Marke Alfa Roemo in Frage gestellt hat, lässt die lange Zwangspause bei Maserati erhebliche Zweifel aufkommen, ob der aggressive Wachstumsplan des Autokonzerns im Luxus-Segment überhaupt noch auf gehen kann.

Bei Maserati hatten die Modelle Ghibli und Quattroporte im Jahr 2013 für schwungvolles Wachstum gesorgt. Um die erwartete Nachfrage zu bedienen, wurde die Produktionskapazität auf 35.000 Einheiten erweitert. Vor allem aufgrund der schwachen Marktlage in China und angesichts rückläufiger Verkaufszahlen in Nordamerika, ist der Fahrzeugverkauf im dritten Quartal um 22 Prozent eingebrochen. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet IHS Automotive einen signifikanten Rückgang der Produktionszahl auf 26.000 Einheiten. Zur Erinnerung: im Konzernplan ist für Maserati im Jahr 2016 ein Absatz von 50.000 Einheiten geplant, im Jahr 2018 75.000 Einheiten. Allerdings: mit dem kommenden SUV Levante hat Maserati noch einen Trumpf im Ärmel.

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Frank Volk