Fiat bekommt Gegenwind

Polen will Fiat beim Bau eines Motorenwerks in Schlesien unterstützen und ruft damit die EU-Kommission auf den Plan. Die Brüsseler Behörde will sich das Vorhaben der Polen nach Angaben vom Mittwoch im Rahmen einer Kartelluntersuchung anschauen.

Auch die Rating Agentur Moody’s Investors Service gibt nur teilweise Entwarnung und sieht die Zukunft des italienischen Autobauers kritisch.

Die Kommission habe Zweifel, dass die Subventionen im Hinblick auf die Marktanteile der Fiat Gruppe und ihre Produktionskapazitäten den Vorgaben der Europäischen Union zu Hilfen für große Investitionsprojekte entsprechen, heißt es von den Wettbewerbshütern weiter. Fiat wollte sich dazu nicht umgehend äußern.

Derweil gibt es beim Rating zumindest teilweise gute Nachrichten. Moody’s Investors Service hat das Corporate Family Rating (CFR) des italienischen Fahrzeugherstellers Fiat mit “Ba1″ bestätigt. Damit hat die Ratingagentur nach Angaben vom Mittwoch ihre Prüfung des CFR auf eine mögliche Herabstufung abgeschlossen. Der Ausblick bleibt jedoch negativ.

Moody’s erklärte den Schritt mit der besser als erwarteten operativen Entwicklung von Fiat im vergangenen Jahr und den gesunkenen Verbindlichkeiten. Die Ratingagentur warnte jedoch auch vor erheblichen Risiken, die sich aus der Abhängigkeit vom zyklischen Automobilgeschäft ergäben. Zudem müsse Fiat in den kommenden Jahren hohe Investitionen tätigen und verfüge über eine veraltete Modellpalette.

Moody’s hatte das CFR im vergangenen Sommer wegen des damals angekündigten Konzernumbaus auf ihre Beobachtungsliste für eine mögliche Herabstufung gesetzt. Der Konzern hatte sich zum 1. Januar 2011 in die Fiat SpA und die Fiat Industrial SpA aufgespalten. Die Fiat SpA beinhaltet das Automobilgeschäft, in der Fiat Industrial Spa ist das Lkw- und Traktorengeschäft gebündelt.

Dow Jones Newswires