Sergio Marchionne, Fiat Chrysler

Lässt nach der Rückruf-Welle bei GM die Sicherheitsprozesse bei Chrysler durchleuchten: Fiat-Chrysler Chef Marchionne. Bild: Chrysler

Wie Fiat-Chrysler Chef Sergio Marchionne am Mittwoch vor Journalisten in Washington sagte, sollen die bestehenden Prozesse auf Schwachstellen durchleuchtet werden. Das externe Team habe den Auftrag, die Sicherheits- und Qualitätsprozesse von Chrysler zu durchleuchten, herauszufinden, wo Chrysler im Vergleich zu anderen Herstellern steht und letztlich Verbesserungsmaßnahmen aufzuzeigen.

Anlaß sind die inzwischen 28 Rückrufe beim Konkurrenten GM alleine in diesem Jahr mit einem Volumen von 14 Millionen Fahrzeuge. Durch die Rückruf-Welle rechnet GM laut einem Bericht der Detroit News mit Kosten in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar.

Fiat-Chrysler hat für einen Rückruf Ende März, bei dem weltweit 870.000 SUV aufgrund von Rostproblemen an den Bremsen in die Werkstatt mussten, 140 Millionen Dollar zurück gestellt. Im vergangenen Jahr schlug der Rückruf von 1.56 Millionen Fahrzeuge der Marke Jeep mit rund 150 Millionen Dollar zu Buche.

Marchionne betonte aber, dass es ihm bei der jetzt beauftragten externen Prüfung nicht in erster Linie um die Vermeidung von Kosten ginge. Für ihn stehe im Vordergrund, Imageschaden für die Marke zu verhindern.

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Frank Volk