FCA, Fiat Chrysler Automobiles

Mit sogenannten Prepaid-Debitkarten will FCA-Besitzer von Autos, die von einem Rückruf betroffenen sind, in die Werkstätten holen. – Bild: FCA

Der Grund: FCA hat Probleme, Besitzer von älteren Modellen zu überzeugen, ihre von Rückrufaktionen betroffenen Fahrzeuge auch tatsächlich in die Werkstatt zu bringen. Darüber hinaus bietet der italo-amerikanische Autobauer Kunden, die von einem Rückruf betroffen sind, einen Sonderrabatt an. Wer sein fehlerbehaftetes Auto wieder an einen FCA-Händler verkaufen will und sich dafür ein neues Modell des Konzerns anschafft, bekommt 1.000 Dollar Rabatt.

Insbesondere die FCA-Tochter Jeep sorgte in den letzten Wochen und Monaten mit diversen Rückrufaktionen für Negativ-Schlagzeilen. So kassierte die SUV-Marke bereits diverse Rückrufe, angefangen bei schlecht verkabelten Sonnenblenden über zu möglicherweise defekte Airbags bis hin zu Fahrzeugen, die sich in der Parkposition selbständig machen. Das FCA nun mit aller Kraft gegen ein mögliches Negativ-Image ansteuert, verwundert nicht. Schließlich zählt Jeep zu den Wachstumssäulen des amerikanisch-italienischen Konzerns.

Ein Grund für die sich derzeit häufenden Jeep Rückrufe: Die US-Verkehrsbehörde NHTSA warf vor einiger Zeit dem FCA-Konzern vor, zu langsam auf gefährliche Qualitätsmängel zu reagieren. Deswegen brummte die Behörde dem Unternehmen eine saftige Strafe von 105 Millionen Dollar auf. Nun startet der Autobauer schon bei den geringsten Anzeichen einer Gefahr die nächste Rückrufaktion.

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Gabriel Pankow