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Fiat-Chef Sergio Marchionne will den italienischen Autobauer Fiat künftig in New York listen lassen. - Bild: Chrysler

Konzernchef Sergio Marchionne werde dem Verwaltungsrat nächste Woche vorschlagen, die Aktien des Konzerns künftig an der New Yorker Wall Street listen zu lassen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Eingeweihte. Damit würde auch ein Umzug des Hauptsitzes von Turin in die USA wahrscheinlich. Eine weitere Zentrale solle aus Steuergründen in Großbritannien liegen, hieß es weiter. Neben New York sollen die Fiat-Papiere demnach auch weiterhin in Mailand gehandelt werden. Am 29. Januar soll eine Entscheidung fallen.

Umzug des Hauptsitzes von Turin in die USA?

Mit einem solchen Schritt würde Fiat einen ähnlichen Weg gehen, wie der Schwesterkonzern CNH Industrial (zuvor Fiat Industrial), den es nach seiner Umstrukturierung ebenfalls an die US-Börse zog. Die Zentrale liegt in den Niederlanden, in Großbritannien gibt es aus Steuergründen einen weiteren Standort. CNH Industrial sei ein klarer Präzedenzfall, hatte Marchionne bereits auf der Automesse in Detroit mit Blick auf die Zukunft des Autobauers Fiat gesagt. Um den Zugang zu frischem Geld zu sichern, hätten die USA klare Vorteile, sagte Marchionne vor rund zehn Tagen. Welche Auswirkungen ein Umzug auf den Produktionsstandort Italien hätten, ist unklar.

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dpa/Guido Kruschke