Der Fiat-Nettogewinn soll 600 Millionen Euro betragen. Und das nach einem Verlust von 848 Millionen

Der Fiat-Nettogewinn soll 600 Millionen Euro betragen. Und das nach einem Verlust von 848 Millionen Euro im Vorjahr. (Bild: Fiat)

Ausschlaggebend war die gute Entwicklung zweier Märkte.

Der italienische Industriekonzern Fiat hat im vergangenen Jahr deutlich besser abgeschnitten als von Unternehmensbeobachtern erwartet. Die gute Entwicklung in Brasilien, den USA und anderswo habe die Schwäche des Autogeschäfts in Europa mehr als ausgeglichen, teilte der in Turin ansässige Konzern am Donnerstag mit. Der Nettogewinn habe wieder 600 Millionen Euro erreicht, nach einem Verlust von 848 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Dritten verdiente Fiat 520 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 12,3 Prozent auf 56,3 Milliarden Euro.

Es ist das letzte Mal, dass Fiat in dieser Form einen Geschäftsbericht vorlegt. Der Konzern hat sich per 1. Januar in einen Autohersteller und einen Industriekonzern aufgespalten. Im Autogeschäft verdiente Fiat im abgelaufenen Jahr 222 Millionen Euro, nachdem der Konzern hier im Vorjahr noch 345 Millionen Euro verloren hatte. Der Umsatz mit Automobilen kletterte um neun Prozent auf 35,9 Milliarden Euro. Insbesondere das starke Brasiliengeschäft habe Fiat geholfen. Zudem seien die Vans und Luxusautos des Konzerns gut aufgenommen worden, dies habe den schwachen Pkw-Absatz in Europa ausgeglichen. In Europa lastete die Verschiebung von zwei Markteinführungen neuer Modelle auf den Absatzzahlen, zudem liefen die Kaufanreizprogramme vieler Regierungen nach dem Ende der Wirtschaftskrise aus.

Im Lkw- und Traktorgeschäft berichtete die Fiat Industrial SpA einen Nettogewinn von 378 Millionen Euro für 2010, nach einem Verlust von 503 Millionen Euro im Vorjahr. Die Einnahmen kletterten um knapp 19 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro. Mit dem Anstieg der Rohstoffpreise hätten Farmer auch wieder mehr Traktoren bestellt, und dies habe sich positiv auf den Absatz ausgewirkt, berichtete Fiat.

Der Turiner Konzern bestätigte seine Prognosen für das Auto- und das Industriegeschäft, die er im Rahmen seiner bis 2014 reichenden Planung angekündigt hatte. Demnach soll die Autoproduktion im laufenden Jahr einen Nettogewinn von 300 Millionen Euro und einen Umsatz von 37 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Nutzfahrzeuge und Traktoren sollen 600 Millionen Euro Gewinn bei Einnahmen von 22 Milliarden Euro generieren. Über das Erreichen dieser Ziele im laufenden Jahr werden die beiden nun voneinander getrennten Unternehmen zukünftig je separat berichten.

Dow Jones Newswires