Sergio Marchionne

Fiat-Chef Sergio Marchionne sieht den italienischen Autobauer finanzstark genug, um weitere Anteile an Chrysler ohne die Ausgabe von neuen Aktien zu stemmen. - Bild: Chrysler

Fiat sei finanzstark genug und die Ausgabe von neuen Aktien nicht erforderlich, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Dienstag auf der Hauptversammlung in Turin.

Fiat besitzt 58,5 Prozent an Chrysler, während der von der US-Autoarbeitergewerkschaft kontrollierte Fonds VEBA die anderen 41,5 Prozent hält. Fiat erwägt laut dem Manager im Falle einer Übernahme ausstehender Anteile auch den Verkauf von Aktivitäten. So solle die Verschuldung unter Kontrolle gehalten werden.

Im Konkurrenzkampf muss Fiat weiter wachsen

Doch auch zusammen mit dem übernommenen Chrysler-Konzern hält sich der Autobauer aus Turin für noch nicht groß genug. “Wir sind zu klein”, sagte Verwaltungsratschef John Elkann.

Zwar habe Fiat durch den Chrysler-Kauf seine geografische Reichweite ausgedehnt. Um im Konkurrenzkampf zu bestehen, müsse der weltweite Branchensiebte aber weiter wachsen. “Wir haben uns öfter sagen lassen müssen, dass wir zu groß geworden sind”, äußerte Elkann. ?Aber das kann nur jemand sagen, der keine Vorstellung vom Ausmaß des Wettbewerbs hat.?

Turiner wollen Gewinnschwelle bis 2016 erreichen

Fiat war 2009 beim damals vom Staat gestützten Autobauer Chrysler eingestiegen. Mit der US-Regierung vereinbarten die Italiener Meilensteine, bei deren Erreichen sie den Anteil am US-Konzern aufstocken können. Seit Sommer 2011 hat Fiat die Mehrheit des früheren Daimler-Konzernteils.

In Europa hat Fiat vor allem auf dem durch die Schuldenkrise gebeutelten Massenmarkt Probleme. Das Unternehmen will im Europageschäft bis spätestens 2016 die Gewinnschwelle erreichen.

Alle Beiträge zu den Stichworten Fiat Chrysler

dpa/Handelsblatt/Guido Kruschke