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Mit dieser dritten Tranche hält Fiat dann 68,49 Prozent an Chrysler. - Bild: Fiat

Dafür üben die Italiener eine Kaufoption aus und erwerben den Anteil an dem US-Autobauer für 254,7 Millionen Dollar von einem Gewerkschaftsfonds. Mit dieser dritten Tranche hält Fiat dann 68,49 Prozent an Chrysler und nähert sich einer Komplettübernahme von Chrysler.

Fiat und der Gewerkschaftsfonds sind derzeit allerdings zerstritten. Fiat muss noch die ersten beiden ersten Tranchen bezahlen und kann sich hier mit dem Fonds nicht auf einen angemessenen Preis einigen. Bis zum 30. Juli 2016 hat Fiat das Recht, alle sechs Monate eine Kaufoption auszuüben. Sollten die Italiener alle ihre Optionen nutzen, würde Fiat von dem Gewerkschaftsfonds 16,6 Prozent übernehmen und den Anteil an Chrysler auf 75,1 Prozent aufstocken. Über den Preis wird ein Gericht entscheiden.

Italiener nähern sich der Komplettübernahme

Chrysler hatte 2009 Gläubigerschutz beantragt und ist schon seit 2007 nicht mehr an der Börse. Damals hatte Daimler den schwächelnden Autohersteller an den Finanzinvestor Cerberus verkauft. Chrysler musste in der Finanzkrise von der US-Regierung ebenso gerettet werden, wie auch General Motors. GM ist 2011 an den Aktienmarkt zurückgekehrt. Chrysler hat die Staatshilfen mittlerweile zurückgezahlt.

Fiat will die US-Tochter laut informierten Personen komplett übernehmen und ein fusioniertes Unternehmen dann möglicherweise in den USA an die Börse bringen. Damit könnten die Italiener ihre Bilanz aufmöbeln.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke