Sergio Marchionne Fiat breit

Für Fiat-Chef Sergio Marchionne wird der Deal mit dem VEBA Trust "in die Geschichtsbücher eingehen". - Bild: Fiat

Sergio Marchionne auf dem Weg zu einem neuen “globalen Autobauer”. Der italienische Autobauer Fiat wird den von ihm kontrollierten US-Autobauer Chrysler nun komplett übernehmen.

In einem 4,35 Milliarden Dollar (3,16 Milliarden Euro) schweren Geschäft übernimmt der italienische Autobauer die 41,5 Prozent, die bislang der Gesundheitsfonds VEBA der US-Autogewerkschaft UAW an Chrysler hält. Das teilten die Italiener heute in Turin mit.

Wie Fiat-Chef Sergio Marchionne erklärte, wird der Konzern außerdem knapp 1,9 Milliarden Dollar an Sonderdividenden zahlen. Zudem zahle Fiat in vier Jahrestranchen insgesamt 700 Millionen Dollar für gewerkschaftliche Zugeständnisse an VEBA, um die Fiat-Chrysler-Allianz zu unterstützen.

Deal bis zum 20. Januar unter Dach und Fach

Beide Seiten wollen die Transaktion bis zum 20. Januar abschließen. Mit der endgültigen Übernahme wird ein Schlußstrich unter den langen Streit um den Preis der Chrysler-Anteile gezogen. Insider-Informationen zufolge verlangte VEBA für ihre Beteiligung rund fünf Milliarden Dollar. Von Analysten wird das Paket dagegen nur auf rund vier Milliarden Dollar taxiert.

Fiat wollte Chrysler schon länger komplett übernehmen, jedoch wurden sich beide Seiten über den Preis nicht einig. Für Chrysler war auch ein Börsengang im Gespräch gewesen. Nun steht einer Fusion nichts mehr im Wege.

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dpa/Guido Kruschke