Sergio Marchionne Fiat breit

Fiat-Chef Sergio Marchionne ist am Ziel. Der italienische Autobauer übernimmt den US-Hersteller Chrysler komplett. - Bild: Fiat

Der italienische Autobauer übernimmt in einem 4,35 Milliarden Dollar (3,21 Milliarden Euro) schweren Geschäft den Minderheitsanteil, den bislang der Gesundheitsfonds der nordamerikanischen Autogewerkschaft UAW hielt. Chrysler sei damit im vollen Besitz der Turiner, teilte Fiat am Dienstag mit. Der entsprechende Vertrag mit dem Gesundheitsfonds zur Übernahme von deren Anteil in Höhe von 41,5 Prozent sei endgültig geschlossen.

Der Gesundheitsfonds der Gewerkschaft bekommt aus der Kasse von Chrysler 1,90 Milliarden Dollar, 1,75 Milliarden Dollar zahlt Fiat. Zudem erhält der Fonds von Chrysler weitere 700 Millionen Dollar in vier jährlichen Raten. Die erste wurde laut Fiat bereits bezahlt.

Am 29. Januar will das Fiat-Management über den künftigen Hauptsitz des Unternehmens sowie eine mögliche Börsennotierung außerhalb Italiens beraten. Insider gehen davon aus, daß Fiat-Chef Sergio Marchionne die Konzernzentrale trotz des erwarteten Widerstands in seiner Heimat im Ausland ansiedeln will. Als Möglichkeiten für eine Börsennotierung hatte er in der vergangenen Woche sowohl New York als auch Hongkong ins Gespräch gebracht.

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dpa/Guido Kruschke