Sergio Marchionne

Sergio Marchionne: Mit Rückenwind aus den USA sollen die Erlöse in diesem Jahr auf 88 bis 92 Milliarden Euro steigen. - Bild: Chrysler

Zugleich bestätigten die Turiner ihre anspruchsvolleren Ziele für 2013.

Im vierten Quartal fuhr der Konzern einen operativen Gewinn vor Sondereffekten von 987 Millionen Euro ein. Analysten hatten nur mit gut 940 Millionen gerechnet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum waren das fast 30 Prozent mehr, wofür aber vor allem die hochprofitable US-Tochter sorgte, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

An der Börse wurden die Zahlen überaus positiv aufgenommen: Nachdem die Aktie zunächst im Minus lag, stieg sie am Nachmittag in Mailand in der Spitze um bis zu zwei Prozent auf 4,80 Euro. Und das obwohl der Konzern, der seine zuletzt gestiegenen Schulden im Schlussquartal leicht reduzieren konnte, den Aktionären für 2012 keine Dividende zahlen will.

Liquidität statt Dividende

Mit dem Geld solle eher die eigene Liquidität hochgehalten werden, hieß es. Außerdem müsse die Tochter Chrysler in der Lage bleiben, selbst Dividenden zahlen zu können. Sobald er das notwendige Geld habe, wolle er Chrysler aber komplett übernehmen, sagte Fiat-Boss Sergio Marchionne.

Mit dem Rückenwind aus dem letzten Quartal bestätigte Fiat auch seine ambitionierten Ziele für 2013. Nachdem der Konzern 2012 knapp 84 Milliarden Euro umsetzte, sollen die Erlöse in diesem Jahr auf 88 bis 92 Milliarden Euro steigen. Auch der operative Gewinn soll von 3,8 auf vier bis 4,5 Milliarden Euro zulegen. Unter dem Strich peilt Fiat 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro Gewinn an und liegt damit etwa im Bereich des Gewinns vor Minderheiten aus dem vergangenen Jahr, der bei 1,4 Milliarden Euro gelegen hatte.

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dpa/Guido Kruschke