Sergio Marchionne will den Fiat-Konzern aufspalten. (Bild: Fiat)

Sergio Marchionne will den Fiat-Konzern aufspalten. (Bild: Fiat)

Bei den Gesprächen gehe es um eine revolvierende Kreditlinie über 1,5 Milliarden Euro und einen Überbrückungskredit von bis zu 2,2 Milliarden Euro, heißt es laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Die Brückenfinanzierung werde eine Fälligkeit von einem Jahr haben und könne um ein weiteres Jahr verlängert werden. Fiat werde somit ausreichend Zeit haben, um den derzeit sehr wegen der Sorgen über Staatsschulden sehr volatilen Anleihenmarkt anzuzapfen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Strittig ist anscheinend die Fälligkeit der revolvierenden Kreditlinie. Die Fiat SpA strebe eine Laufzeit von fünf Jahren an, während die Banken lediglich drei Jahre gewähren wollen. “Bestimmte Einzelheiten müssen noch geklärt werden”, hieß es.

Der italienische Konzern will seine Nutzfahrzeugsparte vom Automobilgeschäft abspalten und hatte weitere Einzelheiten bis zum Monatsende angekündigt. Die Finanzierung benötigt Fiat für die Rückzahlung von Schulden, die in diesem Jahr fällig werden, und um sich für die Aufspaltung zu wappnen.

In den kommenden Monaten werden Kredite über 3,4 Milliarden Euro, Anleihen über 500 Millionen Euro und 800 Millionen Euro an weiteren Schulden fällig. Bis Ende Juni soll nun eine Einigung mit den Banken erzielt werden, heißt es in dem Bericht.

An den Gesprächen beteiligt seien die italienischen Banken Intesa Sanpaolo und UniCredit, die französische BNP Paribas und Credit Agricole sowie die US-Bank Citigroup. Vor kurzem sei zudem die Royal Bank of Scotland Group dazugestoßen, hieß es weiter. Fiat lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.