Takata Werk

In den Takata-Werken werden künftig verstärkt Flugzeuggurte hergestellt. Bild: Takata

So will Takata laut Dow Jones Newswires künftig auch Luftfahrtkomponenten liefern, und rüstete zuletzt die All Nippon Airways mit Sicherheitsgurten aus. Anfang des Jahres begann die Airline damit, die Sicherheitsgurte aus dem Hause der deutschen Schroth Safety Products zu verwenden, welche Takata im Jahr 2012 aufgekauft hatte. Doch momentan bestellt die Fluggesellschaft noch das Gros seiner Gurte bei der Konkurrenz.

Takata sehe sich dazu gedrängt, sein Produktportfolio zu diversifizieren, berichtet der frühere US-Transportminister und heutige Takata-Berater Norman Mineta. “Falls das Geschäft mit den Autobauern wegbricht, wäre das ein großes Problem. Das ist der Grund, warum es so wichtig ist, dass sie den Auftrag von All Nippon Airways an Land gezogen haben.” Sein Unternehmen habe in der jüngeren Zeit begonnen, eine kleine Zahl von Businessjets mit Sicherheitsgurten auszustatten und versuche, in dem Markt Fuß zu fassen, erläutert Sprecher Hideyuki Matsumoto.

Trotz der Probleme und allen Unkenrufen zum Trotz dürfte Takata in diesem Geschäftsjahr sogar einen Gewinn ausweisen. Von einem zurückfahren der Produktion ist keine Rede. Stattdessen werde die Fertigung sogar weiter hochgefahren, heißt es aus Unternehmenskreisen. Schließlich brauchen Millionen von Autos nach den verschiedenen Rückrufaktionen Ersatzairbags. Darüber hinaus wenden sich auch die Autobauer nicht komplett vom japanischen Zulieferer ab. Honda, Toyota und Mazda wollen auch wieder bei Takata Airbags ordern, wenn deren Sicherheit zweifelsfrei garantiert ist. Das soll nun der Austausch des Gas-Generator-Treibstoffs ermöglichen. Künftig wird statt Ammoniumnitrat Guanidinnitrat eingesetzt. Nichtsdestotrotz muss der Konzern immer noch entscheiden, wie er sich die Kosten für die Rückrufe mit den Autobauern teilt. Außerdem stehen zivil- und strafrechtliche Prozesse in den USA an.

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gp