Ford Werk Köln

1.000 Ecoboost-Motoren fertigen die Ford-Werker in Köln jeden Tag.- Bild: Ford

Der Jubiläumsmotor ging im Anschluss direkt in die benachbarte Fahrzeugproduktion, wo der der Fiesta gefertigt wird. “Die Zahl von 500.000 Motoren, die wir in weniger als vier Jahren gebaut haben, ist ein erfreulicher Beleg für die anhaltend gute und steigende Nachfrage nach dem 1,0-Liter-EcoBoost-Motor. “, sagte Jürgen Schäfer, Werkleiter im Ford-Motorenwerk in Köln.

2014 entschieden sich 32 Prozent aller Käufer eines Fiesta in Europa für dieses Aggregat. Im Jahr zuvor waren es noch 27 Prozent der Kunden. Aber nicht nur in kleinen und kompakten Modellen kommt der 1,0-Liter- Motor zum Einsatz: Seit März können auch Mondeo-Kunden den Dreizylindermotor mit einer Leistung von 125 PS bestellen.

Die Fertigung des 1,0-Liter-Triebwerks startete in Köln im November 2011 noch im Einschichtbetrieb. Aufgrund der wachsenden Beliebtheit des Aggregats verdoppelte Ford im August 2013 die Produktion im Kölner Motorenwerk. Dadurch konnte der Autobauer den Ausstoß ab diesem Zeitpunkt auf täglich mehr als 1.000 Motoren erhöhen.

Fortschrittliche Fertigungstechnologie

Der Kölner Standort übernimmt konzernweit die Leitfunktion für die Produktion des 1,0-Liter-EcoBoost-Motors. Für das Motorenwerk in der Domstadt tätigte der Hersteller eine Investition von 134 Millionen Euro: Dabei entstand zum Beispiel eine spezielle Hightech-Fertigungsstraße.

Hier kommen fortschrittliche Fertigungstechnologien zum Einsatz, die eine Reduzierung von Kühlmitteln bei der Bearbeitung von Aluminium-Motorteilen auf nur fünf Milliliter pro Komponente ermöglichten. Dadurch verringerte sich der ökologischen Fußabdruck bei der Herstellung deutlich. Mit Hilfe neuer Technologien für sogenannte “kalte Tests”, bei denen Motoren ohne Warmlaufen geprüft werden, konnten die produktionsbezogenen CO2-Emissionen um 66 Prozent reduziert werden. Die Energie für den Betrieb der Produktionsanlage stammt zudem aus erneuerbaren Quellen, darunter zum Beispiels drei Wasserkraftwerke in Norwegen und Schweden.

Das “Downsizing”-Prinzip

Der 1,0-Liter Ford EcoBoost-Motor ist eine Gemeinschaftsentwicklung des europäischen Ford Research & Innovation Centers (RIC) in Aachen und der Ford-Entwicklungszentren in Köln-Merkenich und dem britischen Dunton. Das nach dem “Downsizing”-Prinzip entwickelte Triebwerk zeichnet sich durch einen Hubraum von 998 ccm, drei Zylinder, Benzindirekteinspritzung, Turboaufladung und variable Nockenwellenverstellung aus. Die Grundfläche dieses nur 97 Kilogramm wiegenden Aggregats passt auf ein DIN A 4-Blatt.

Zur weltweiten EcoBoost-Motorenfamilie gehören neben dem 1,0-Liter-Triebwerk derzeit in verschiedenen Märkten Aggregate mit 1,5, 1,6 und 2,0 sowie mit 2,3, 2,7 und 3,5 Litern Hubraum. Motoren mit dieser Technologie wurden vonstellte Ford erstmals 2009 vor. Insgesamt hat Ford seit dem Start der EcoBoost-Motorenfamilie fünf Millionen Aggregate mit dieser hocheffizienten Technologie produziert. Der fünfmillionste Motor dieser Art war ebenfalls ein 1,0-Liter-EcoBoost-Motor, der im Werk in Wayne im US-Bundesstaat Michigan vom Band lief. Ford produziert sein 1,0-Liter-Aggregat neben Köln und Wayne auch noch in Motorenwerken in Craiova (Rumänien) und in Chongqing (China).

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gp