Ford-Chef_Fields_UK-Freihandelsabkommen mit EU

Ford-Chef Mark Fields: Lob für die Standorte in Großbritannien, aber keine Garantien für den langfristigen Bestand. Bild: Ford

Mit 436.000 verkauften Autos (inklusive leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2016) ist Großbritannien der mit Abstand größte Markt von Ford innerhalb der Europäischen Union, Bridgend und Dagenham sind große Standorte für die Motorenproduktion, zudem betreibt der Autobauer in erheblichem Umfang Forschung und Entwicklung. Entsprechend intensiv bemühen sich UK-Medien dem US-Konzern Zusagen bezüglich der Zukunft der Standorte zu entlocken. Mit einem solchen Versuch hat nun die BBC bei Ford-Chef Mark Fields auf Granit gebissen. Dieser betonte die Bedeutung der UK-Werke für sein Unternehmen von großer Bedeutung sei und dass man sich sicherlich nicht schnell aus Großbritannien verabschieden werde.

Ob die Werke allerdings auch langfristig Bestand haben, hänge davon ab, auf welche Form der Partnerschaft im Handelsbereich sich Großbritannien und die EU verständigen. Als wichtigste Entscheidung in diesem Zusammenhang bezeichnete Fields das Zustandekommen eines Freihandelsabkommens. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die globale Wettbwerbsfähigkeit der britischen Ford-Werke zu erhalten.

Ford hatte bereits kurz nach dem Brexit-Votum Investitionen zurück gestellt. Seither grassieren vor allem in Bridgend Befürchtungen, dass es zu massivem Stellenabbau kommen könnte. Der US-Hersteller beschäftigt in Dagenham etwa 4.000 Mitarbeiter, in Bridgend knapp 2.000.