Jim Hackett, Ford

Ford-Chef Jim Hackett will künftig stärker auf SUVs und Trucks setzen, die grundsätzlich eine höhere Marge abwerfen. So sollen beispielsweise der Pickup-Truck Ranger und das SUV-Modell Bronco wieder in Nordamerika auf den Markt kommen. Bild: Ford

| von Andreas Karius

Zudem will das Unternehmen noch mehr als bisher geplant in den Ausbau der Elektromobilität investieren. Des weiteren sollen in den kommenden fünf Jahren die Kosten bei der Ford Motor Co um etwa 14 Milliarden Dollar gesenkt werden. Bei den Materialkosten will das Unternehmen rund 10 Milliarden Dollar einsparen, die restlichen circa 4 Milliarden Dollar bei Entwicklungskosten.

In den nächsten fünf Jahren sollen die Modellpalette und die Werke modernisiert werden. Ford will stärker auf SUVs und Trucks setzen, die grundsätzlich eine höhere Marge abwerfen. So sollen beispielsweise der Pickup-Truck Ranger und das SUV-Modell Bronco wieder in Nordamerika auf den Markt kommen.

Ein Drittel der geplanten Investitionen in Verbrennungsmotoren für die kommenden fünf Jahre soll nun in die Elektrifizierung der Flotte gesteckt werden. Das seien rund 500 Millionen Dollar je Jahr. Diese Summe würde zusätzlich zu den bereits eingeplanten 4,5 Milliarden Dollar für Elektromobilität in diesem Zeitraum zur Verfügung gestellt werden.

Hackett bestätigte zudem den Ausblick für das laufende Gesamtjahr. Im Januar will er einen Ausblick für das kommende Jahr geben. Bisher hatte Ford einen höheren Vorsteuergewinn für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

Hackett hatte seinen Job im Mai angetreten, nachdem sein Vorgänger Mark Fields den Konzern verlassen musste. Fields hatte in seiner dreijährigen Amtszeit zwar ebenfalls ordentliche Gewinne erwirtschaftet. Es fehlte ihm aber die Vision, wie er den Autobauer aufstellen will, um auf die raschen Veränderungen der Branche zu reagieren.