Bernhard Mattes

Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes blickt zuversichtlich in die Zukunft: "2015 ist auch das Jahr, in dem wir in Europa wieder profitabel sein wollen." - Bild: Ford

Vor allem dank neuer Modelle solle die Talfahrt gestoppt werden, sagte Mattes am Dienstag in einem dpa-Gespräch am Rande der Automesse in Detroit.

“Wir sind gut vorbereitet, denn mit dem neuen Fiesta, dem neuen Kuga und dem neuen Transit haben wir drei große Fahrzeugreihen im Köcher, die wir 2013 auf den Markt bringen.” Er sehe die Zukunft der Marke positiv. Der Markt werde allerdings schwach bleiben.

Von 2015 an peilt Ford durch die Restrukturierung Einsparungen von 500 Millionen Euro jährlich an. Nach dem Plan soll etwa die Produktion im belgischen Genk mit mehr als 4.000 Mitarbeitern 2014 beendet und nach Valencia verlagert werden. “2015 ist auch das Jahr, in dem wir in Europa wieder profitabel sein wollen.”

Ford rechnet mit Milliardenverlust

Ford erwartet nach früheren Schätzungen 2012 in Europa ein Verlust von 1,2 Milliarden Euro. Im EU-Bereich brach der Ford-Absatz bis November um zwölf Prozent ein, in Deutschland um elf Prozent – und damit jeweils stärker als der Markt. Um bis 2015 wieder in die Gewinnzone zu fahren, werden drei Werke geschlossen, 6.200 Stellen fallen weg.

Trotz der schwachen Zahlen bewertet Mattes das vergangene Jahr als “nicht so schlecht”: “Wir sind nach wie vor die Nummer zwei im europäischen Markt.” Neue Produkte wie der Transit oder die Ein-Liter EcoBoost-Technologie seien preisgekrönt. Allerdings sei der europäische Markt insgesamt zurückgegangen. Ford habe die Produktion mit Kurzarbeit oder Freischichten der Nachfrage angepasst. “Unsere Marke als solche hat sich aber weiter positiv entwickelt.”

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dpa/ntv/Guido Kruschke