Ford Focus breit

Ford hat im Juli etwas weniger Fahrzeuge absetzen können als im Vorjahresmonat und plant eine Drosselung der Produktion. - Bild: Ford

Der US-Automobilhersteller Ford hat im Juli etwas weniger Fahrzeuge absetzen können als im Vorjahresmonat und plant eine Drosselung der Produktion.

Die Verkäufe in den 19 europäischen Kernmärkten fielen um 4,4 Prozent auf 93.700 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Ford Europe begründete den Rückgang mit einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt im Juli. In den ersten sieben Monaten 2011 fielen die Absätze um vier Prozent auf 783.100 Einheiten. Der Marktanteil ging um 0,3 Prozentpunkte zurück auf 8,3 Prozent. Nachgefragt wurden vor allem die Modelle Fiesta und Transit.

Ford will Produktion drosseln

Sorgen bereitet die abschwächende Nachfrage nach Fahrzeugen der “Focus”-Serie. Weil in Südeuropa und vor allem in Griechenland weniger Autos gekauft werden, bereitet sich Ford auf eine Drosselung der Produktion im Werk Saarlouis vor. Derzeit liefen zwischen Arbeitgebern und Betriebsrat Gespräche, sagte eine Ford-Sprecherin.

Gleichzeitig könne die aktuell unerwartet hohe Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen nicht befriedigt werden. Entlassungen oder Kurzarbeit stünden derzeit aber nicht zur Debatte. Nach dem Anlaufen der Focus-Produktion sollen zudem 341 Leiharbeiter freigesetzt werden. Das sei ein normaler Vorgang nach dem Anlauf einer Produktion und habe nichts mit der gesunkenen Nachfrage zu tun, betonte der Hersteller.

Im Werk in Saarlouis wird hauptsächlich das Modell Focus gebaut. Mit rund 6500 Beschäftigten ist es der größte Arbeitgeber im Saarland.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke