Ford Focus

Fords Umsatztreiber war dabei vor allem der neue Focus, von dem 45.000 Exemplare verkauft wurden. - Bild: Ford

Mit insgesamt 143.800 Fahrzeugen verkaufte die Tochter Ford of Europe nach Angaben vom Donnerstag 13 Prozent mehr Autos als im Vorjahresmonat. In den 19 europäischen Kernmärkten legte der Absatz um 10,5 Prozent auf 116.500 Fahrzeuge zu, während der Automobilmarkt insgesamt um 8,8 Prozent wuchs.

Der Marktanteil des Autobauers aus Detroit legte um 0,1 Prozent auf 8,3 Prozent zu. Damit war Ford im Mai wie auch in den vier Monaten zuvor die am zweithäufigsten verkaufte Marke Europas. Umsatztreiber war dabei vor allem der neue Ford Focus, von dem 45.000 Exemplare verkauft wurden. Stark zeigten sich auch die jüngst aufgefrischten Modelle Galaxy und S-MAX, die um 35 Prozent bzw 23 Prozent zulegten.

Die Absätze stiegen überdurchschnittlich in Russland, hier lag das Plus bei 37 Prozent. In der Türkei setzte Ford 22 Prozent mehr ab, in Osteuropa 19 Prozent.

Unternehmen erwartet Gewinnrückgang in zweiter Jahreshälfte

Ein Run auf spritsparende Kleinwagen und eine rasche Wende zum Besseren im Europa-Geschäft hatten Ford den besten Jahresstart seit 13 Jahren beschert. Der Autobauer steigerte den Reingewinn im ersten Quartal um mehr als ein Fünftel auf 2,6 Milliarden Dollar und schnitt damit besser ab als erwartet. Das Unternehmen aus Dearborn erzielte damit den höchsten Quartalsgewinn in einem Auftaktquartal seit 1998.

Allerdings kommen von Ford nicht nur gute Nachrichten. Am Mittwoch stimmte das Unternehmen die Investoren wegen steigender Rohstoffpreise und höherer struktureller Kosten überraschend auf einen Gewinnrückgang ein. “In der zweiten Jahreshälfte wird der Vorsteuergewinn vor Sondereffekten niedriger sein als im ersten Halbjahr” sagte Fords Vizepräsident Robert Shanks auf einer Analystenkonferenz in Chicago. Im laufenden Jahr werden Rohstoffkosten mit zwei Milliarden US-Dollar mehr als noch 2010 zu Buche schlagen.

Im zweiten Quartal dürften die Gewinne auf dem Niveau des Auftaktvierteljahres oder leicht darunter liegen, sagte Shanks weiter. Im ersten Quartal hatte Ford einen Gewinn von 2,55 Milliarden US-Dollar oder 0,61 US-Dollar je Aktie erzielt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke