Allan Mulally

In Europa hat Ford-Chef Allan Mulally momentan wenig zu lachen, hier fuhr der US-Autobauer hohe Verluste ein. - Bild: Ford

Im vergangenen Jahr hat der US-Konzern auf dem wichtigen Markt einen Vorsteuerverlust von annähernd 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) eingefahren. Für das laufende Jahr geht der Hersteller nun sogar von einem Minus von rund zwei Milliarden Dollar aus. 2011 hatte Ford beinahe noch ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt.

Schuldenkrise belastet das Europa-Geschäft

Grund für den Absturz sind die schwachen Verkäufe auf dem von der Schuldenkrise geplagten Kontinent. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe unsicher, erklärte Ford am Dienstag am Firmensitz in Dearborn nahe Detroit.

Dagegen floriert das Geschäft auf dem Heimatmarkt, was Ford letztlich die Bilanz rettete. Unterm Strich verdiente der Konzern im vergangenen Jahr knapp 5,7 Milliarden Dollar. Das ist eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre.

Heimatmarkt rettet die Bilanz

Den weltweiten Absatz hatte Ford trotz der Rückgänge in Europa annähernd stabil bei 5,7 Millionen Autos halten können. “Wir sind gut aufgestellt für ein weiteres starkes Jahr”, erklärte Konzernchef Alan Mulally mit Blick auf 2013. Vorbörslich stieg die Aktie um zwei Prozent.

Um in Europa wieder in die Spur zu kommen, schließt Ford drei Werke in Großbritannien und Belgien. 6.200 Jobs gehen im Rahmen des Sparprogramms verloren. Ford werde die Situation beobachten und notfalls weitere Maßnahmen ergreifen, hieß es. Der Konzern will ab Mitte des Jahrzehnts wieder Geld in Europa verdienen.

Alle Beiträge zu den Stichworten Ford Europa

dpa/Guido Kruschke