Kumar Galhotra

Will bis 2020 den Lincoln-Absatz verdreifachen: Markenchef Kumar Galhotra. Bild: Ford

Die ambitionierten Lincoln-Pläne stellt der seit Juli amtierende neue Chef der Luxusmarke, Kumar Galhotra, jetzt beim Investorentag von Ford in den USA vor. Demnach will Galhotra den Absatz der Luxusmarke, die bislang nur regionale Bedeutung in Nordamerika hat, auf 300.000 Einheiten bis zum Jahr 2020 steigern und damit im Vergleich zur aktuellen Situation ungefähr verdreifachen. Beim Investorentag lüftete der neue Lincoln-Chef etwas das Tuch, wie er dieses Ziel erreichen will.

Demnach steht der Wachstumsplan auf den drei Säulen: Schärfung des Markenimages unter anderem durch herausragende Produktqualittät, ein mit Konventionen brechendes Design und exklusive Serviceleistungen. Mit diesen Attributen will Galhotra ein deutliches größeres Stück für seine Marke aus dem Premiumkuchen herausschneiden als bisher und vor allem in Nordamerika und China zulegen. Flankiert werden die Maßnahmen durch Investitionen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar zwischen 2014 und 2020.

Was bei der Vorstellung des Wachstumsplans zum Erstaunen der Marktexperten von IHS Automotive fehlt, sind neue Modelle. So enthalte der Produktplan bis 2020 enthalte nur neue Generationen bestehender Modelle und Facelifts. Entsprechend kritisch blickt IHS auch auf das Absatzziel von 300.000 Fahrzeuge. In den eigenen Prognosen geht IHS Automotive davon aus, dass Lincoln 2020 auf etwa 183.000 verkaufte Fahrzeuge jährlich kommen wird. Damit läge die Ford-Luxustochter deutlich hinter der GM-Marke Cadillac, die 2020 auf etwa 365.000 Autos kommen dürfte. Damit lägen beide US-Premiummarken um Lichtjahre hinter dem deutschen Premium-Trio Audi, BMW und Mercedes, das von IHS Automotive im Jahr 2020 auf jeweils um die 1,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge veranschlagt wird.

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Frank Volk / Quelle: IHS Automotive