Ford Saarlouis

Ford Saarlouis: Das Unternehmen hatte die Belegschaft in Saarlouis bereits auf der Betriebsversammlung im Dezember 2018 über den geplanten Auslauf des Ford C-Max informiert und Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern begonnen. Bild: Ford

| von Andreas Karius

Auf die Maßnahme haben sich Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung geeinigt, so Ford. Zudem soll die Nachtschicht entfallen und künftig nur noch im Zweischichtbetrieb produziert werden. Die Maßnahmen sind Teil des bereits angekündigten Stellenabbaus.

"Wir werden weiter in den Ford Focus und alle anderen Produkte investieren, die uns ein gesundes, profitables Geschäft für die Zukunft sichern", wird Steven Armstrong, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ford-Werke GmbH, in der Mitteilung zitiert.

Ford Europa hatte im Januar Pläne angekündigt, mit denen die Marke Ford gestärkt und das Europageschäft nachhaltig profitabel werden soll. In Deutschland sollen an den beiden Standorten Köln und Saarlouis mehr als 5.000 Stellen über Frühverrentungs- und Abfindungsprogramme abgebaut werden. In Deutschland beschäftigt Ford etwa 24.000 Mitarbeiter.

Angesichts des schwierigen Marktumfelds, hoher Kosten für Zukunftsthemen und der Millionenverluste in Europa will Ford die Kosten senken. Parallel setzt der Konzern auf Kooperationen, beispielsweise mit Volkswagen bei leichten Nutzfahrzeugen. Außerdem plant Ford die Einstellung der Produktion im Werk Aquitaine Industries im französischen Bordeaux, das kleine Automatikgetriebe fertigt, im August 2019. Zudem legt der Autobauer die Ford-Zentrale in Großbritannien mit dem Sitz von Ford Credit Europe im Technikzentrum Dunton östlich von London zusammen.