Bernhard Mattes

Bernhard Mattes: Die Vereinbarung ist ein Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit unserer Belegschaft. - Bild: Ford

Die deutschen Ford Standorte sind langfristig gesichert. In einer die Standorte Köln und Saarlouis betreffenden Vereinbarung zwischen Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat der Ford-Werke GmbH wurde die Zukunft der kommenden Modellgenerationen von Ford Fiesta und Ford Focus festgeschrieben. Nur zwei Monate nach der erfolgreichen Markteinführung des neuen Ford Focus verkündet das Unternehmen, dass auch die kommende Modellgeneration des Ford Focus in Saarlouis gebaut werden wird.

Eine weitere positive Nachricht für die Belegschaft des saarländischen Werks: die für das kommende Jahr geplante Produktion des Ford Focus Electric, eine vollelektrische Modellvariante, wird in Saarlouis erfolgen. In beiden Werken wird jeweils eine jährliche Kapazität von mindestens 350.000 Fahrzeugeinheiten im Drei-Schicht-Betrieb installiert.

Ford-Chef Bernhard Mattes sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa: “Wir stärken den deutschen Ford-Standort nachhaltig und sehr langfristig. Die Vereinbarung ist darüber hinaus auch ein Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit unserer Belegschaft.”

Neueinstellungen in Deutschland und Europa

Als Teil der europäischen Wachstumsstrategie und zur Stärkung der Standorte wird Ford in Europa mit dem Beginn des zweiten Halbjahres 2011 in allen Funktionsbereichen ebenso wie in einem Teil der europäischen Werke Neueinstellungen tätigen, um die Einführung neuer Fahrzeugmodelle sicherzustellen. Dieses und nächstes Jahr will das Unternehmen in Deutschland “weit über 500 Ingenieure” einstellen. “Da Facharbeiter und Ingenieure heute auf dem Arbeitsmarkt Mangelware sind, wird dies ein Wettlauf gegen die Zeit und die Konkurrenz”, sagte Betriebsratschef Dieter Hinkelmann.

Zur Konjunkturlage sagte Mattes: “Wir sehen eine langsame wirtschaftliche Erholung.” Es gebe ausgesprochen starke Märkte, zum Beispiel Nordeuropa oder die Benelux-Staaten, und schwache Märkte, vor allem Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, aber auch Irland. Ford werde in Europa in den kommenden drei Jahren 20 neue oder komplett überarbeitete Fahrzeugmodelle einführen.

dpa-AFX/Ford/Guido Kruschke