Alan Mulally breit

Jahrestreffen der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham) in Düsseldorf (v.l.): Ford-Europachef Stephen Odell, und Allan Mulally, Noch-Ford-Chef bis 1. Juli. Bild: Frank Volk.

Angesichts der positiven Entwicklung rechnet Mulally nicht mit einem Kurswechsel in der Europa-Strategie des US-Autobauers. So sei sein designierter Nachfolger Mark Fields, der am 1. Juli den Chefposten bei Ford übernimmt, einer der tragenden Figuren bei der Entwicklung der in der Umsetzung befindlichen Ford-Strategie gewesen. Zwar könne er nicht für Fields sprechen, so Mulally, es gebe aber derzeit keinen Anlass zu Kurskorrekturen. Keine News gab es von der Ford-Führungsspitze zu den Verhandlungen, ob auch die künftige Generation des Ford Fiesta in Köln gebaut wird. Ford-Europachef Stephen Odell unterstrich erneut, dass man sich in sehr konstruktiven und offenen Gesprächen mit den Arbeitnehmern befinde. Eine Entscheidung, wo nach 2018 die nächste Generation des Fiesta gebaut wird, werde Ende des Jahres fallen.

Mulallys Auftritt beim Jahrestreffen der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham) gestern (Freitag, 23. Mai) in Düsseldorf wurde unversehens zur Abschiedstour des Managers, der in der Autoszene bereits Legende ist. Er machte seit seinem Amtsantritt 2006 Ford vom Pleitekandidaten zum hoch profitablen Unternehmen mit einem erwarteten Gewinn von etwa acht Milliarden Dollar in diesem Jahr. Rückblickend zeigte sich Mulally “sehr,sehr stolz”, den Turnaround bei Ford im Gegensatz zu den US-Konkurrenten GM und Chrysler ohne Stütze des Staates geschafft zu haben.

Frank Volk