Ford

Mehr als 15 Mrd. US-Dollar sollen Ford helfen, die vorübergehenden Werksschließungen auf dem amerikanischen Kontinent auszugleichen. Bild: Ford

| von Stefan Grundhoff

Durch den Kredit soll die Liquidität des Unternehmens gestärkt und die strategische Flexibilität des amerikanischen Autoherstellers aufrechterhalten werden. „Wie in der großen Rezession bewältigt Ford die Coronavirus-Krise auf eine Weise, die unser Geschäft, unsere Belegschaft, unsere Kunden und unsere Händler in dieser wichtigen Zeit schützt. Obwohl wir die Coronavirus-Pandemie nicht vorausgesehen haben, haben wir eine ausreichende Liquidität, um die wirtschaftliche Unsicherheit überstehen zu können“, sagte Ford-CEO Jim Hackett.

Der Autohersteller verfügte Ende 2019 über 22 Mrd. USD in bar und 35 Mrd. USD in Liquidität, um sich vor einem möglichen wirtschaftlichen Abschwung zu schützen. Darüber hinaus kündigte Ford die Aussetzung der Dividende an, um die finanzielle Flexibilität zu wahren. Zudem zieht das Unternehmen die am 4. Februar gegebene Geschäftsprognose zurück, da sie die Auswirkungen des Virusausbruchs und die Unsicherheiten des Geschäftsumfelds nicht berücksichtige. Eine Aktualisierung werde zusammen mit den Quartalsergebnissen am 28. April veröffentlicht.

Die Maßnahmen des Autoherstellers dienen dem Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie der finanziellen Entlastung der Verbraucher, um den Auswirkungen des COVID-19-Virusausbruchs entgegenzuwirken. Am 19. März kündigte Ford an, die Produktion in den Fertigungsstätten in den USA, Kanada und Mexiko vorerst einzustellen.