Aufgrund der schlechten Verfassung der Autoindustrie will Ford im Werk Camacari (hier Bilder aus der

Aufgrund der schlechten Verfassung der Autoindustrie will Ford im Werk Camacari (hier Bilder aus der Fiesta-Produktion) mehrerer hundert Jobs streichen. Bild: Ford

Wie lokale Medien unter Berufung auf Gewerkschaftskreise berichten, sollen rund 500 Jobs in dem Werk gestrichen werden. Nach Bekanntwerden der Pläne legten die Mitarbeiter für zunächst 24 Stunden die Arbeit nieder. In dem 2001 eröffneten Werk baut der US-Hersteller die Modelle Fiesta, Ecosport und seit 2014 auch den Kleinwagen Ka. Durch dessen Hereinnahme in die Fertigung dürfte der Produktionszahl in diesem Jahr mit 188.000 Einheiten über dem Vorjahresergebnis liegen. Aufgrund der desolaten Lage am brasilianischen Automarkt mit monatlichen Absatzeinbrüchen von zuletzt über 30 Prozent beim Pkw-Verkauf und vor dem Hintergrund einer kaum zu erwratenden Besserung, liegt Ford – wie auch andere Hersteller – weit hinter den eigenen Planungen zurück. So wurden in dem Werk mit über 8.500 Beschäftigten noch im Jahr 2013 an die 310.000 Fahrzeuge gebaut. Nach Einschätzung von IHS muss sich Ford für die nächsten Jahre auf eine Größenordnung um die 200.000 Einheiten einrichten.

Aufgrund des anhaltenden Niedergangs der brasilianischen Autoindustrie sind innerhalb eines Jahres landesweit bereits an die 10.000 Jobs verloren gegangenen. Zuletzt hatten General Motors und Daimler Stellenstreichungen in größerem Ausmaß angekündigt, diese aber nach massiven Mitarbeiterproteste dann aber für mehrer Monate in der Hoffnung auf eine Markterholung ausgesetzt.

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Frank Volk