Ford-FocusST

Ford ist nach drei Jahren in Europa wieder auf die Erfolgsspur gewechselt. Bild: Ford

Vor einem Jahr sahen die Zahlen noch richtig düster aus. Damals machte Ford in Europa 227 Millionen Euro miese. Ein Abbau Tausender Stellen samt Werksschließungen sowie neue Modelle brachten die Wende. Das ändert aber nichts an den Erwartungen für das gesamte Jahr: Ford erwartet in der zweiten Jahreshälfte in Europa einen noch größeren Verlust, als noch in der ersten Jahreshälfte 2014 – fast 134 Millionen Euro Verlust wurden in der Jahreshälfte 2014 gemacht.

Doch der Autobauer blickt positiv gestimmt in die Zukunft. 2015 will Ford in Europa wieder schwarze Zahlen schreiben.

Rekordgewinn in USA

Weltweit sieht es schon dieses Jahr für Ford gut aus. Im zweiten Quartal 2014 wurde 1,3 Milliarden Dollar Gewinn macht. Das sind 6,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Treiber des welt-weiten Erfolgs waren die USA. Dort wurden im zweiten Quartal diesen Jahres 2,44 Milliarden Dollar Gewinn eingefahren. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es 2,3 Milliarden Dollar. Dabei hatte der Konzern aus der Nähe von Detroit durchaus mit Problemen zu kämpfen, unter anderem mit einem schwierigen Geschäft in Russland, wo die Amerikaner das Gemeinschaftsunternehmen Ford Sollers betreiben. Ford schrieb insgesamt eine knappe halbe Milliarde Dollar ab; auch Kosten für den Stellenabbau in Westeuropa flossen dort hinein. Der Konzernumsatz schmolz leicht auf 37,4 Milliarden Dollar.

Noch in diesem Jahr will Ford weltweit 23 neue Modelle einführen – so viele wie noch nie zuvor in einem einzigen Jahr. Die wohl spannendste Markteinführung wird der neue F-150 Pick-Up sein, der im vierten Quartal diesen Jahres rauskommen wird. Werkzeugbereitstellung und Materialkosten werden sehr hoch sein. Außerdem hat Ford die Produktion des Auslaufmodells noch einmal hochgefahren.

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Gabriel Pankow