Ford_EcoSport-Produktion_Rumänien

Außer dem B-Max geht jetzt in Craiova/Rumänien der Ford EcoSport vom Band. Beliefert werden aus dem Werk die europäischen Märkte und später die USA

| von Frank Volk

Der EcoSport ist ein fast schon alter Bekannter und doch für Europa ein ganz neues Modell: der kleineste SUV im Modellportfolio des US-Herstellers wurde ursprünglich für Indien und die Entwicklungsmärkte konzipiert und in Chennai (Indien) gebaut.

In Südamerika und Indien schlug der Wagen prächtig ein und nachdem sich auch in Europa der Trend zum Kompakt-SUV verstärkte, führte man den Wagen 2013 auch in Europa ein. Dort zeigte sich aber schnell: die gebotene Qualität fiel bei der verwöhnteren europäischen Kundschaft durch.

Schnell fällte man daraufhin bei Ford die Entscheidung, das Fahrzeug in Europa zu produzieren. Praktisch war da, dass man in Craiova/Rumänien eine Autofabrik hat, die bei der Auslastung deutlich hinter den Erwartungen liegt. Gefertigt werden dort Motoren und der B-Max.

Jetzt also auch der EcoSport. Für die Hereinnahme des Modells hat Ford rund 200 Millionen Euro investiert; seit Übernahme des einstigen Daewoo-Werks im Jahr 2008 summeren sich die Gesamtinvestitionen auf rund eine Milliarde Euro. Durch die EcoSport-Produktion werden 1.700 neue Jobs geschaffen, wodurch die Gesamtmitarbeiterzahl (Pkw- und Motorenfertigung) auf 3.900 steigt.

In der Anlaufphase jetzt werden 150 Autos pro Woche gebaut, im nächsten Schritt ist eine Verdoppelung auf 300 Einheiten geplant. Läuft die Produktion regulär, sollen 100.000 EcoSport pro Jahr die Werkshallen verlassen. Geliefert wird der EcoSport- ausgenommen Russland -  in alle europäischen Länder, zudem später in die USA. Wann der Wagen dort in den Verkauf kommen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Zum Fertigungsstart des „europäischen“ EcoSport hat Ford das Modell optisch wie technisch ganz erheblich überarbeitet.

Ford EcoSport: mehr als nur Modellpfelge