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Ford baut sein Engagement auf dem australischen Markt aus, nachdem General Motor jüngst verkündet hatte, den Markt zu verlassen. Bild: Ford

| von Stefan Grundhoff

In einer Diskussion mit der australischen Bundesindustrieministerin Karen Andrews informierte Ford darüber, dass weitere Investitionen in das Land geplant seien und möglicherweise einige der ehemaligen GM-Mitarbeiter von Holden übernommen würden. Ford plant, in diesem Jahr umgerechnet rund 462 Mio. Euro für den australischen Markt bereitzustellen und neue Mitarbeiter einzustellen.

Laut Ford Australia würden alle langfristigen Entscheidungen über die Zukunft der australischen Aktivitäten von der US-Muttergesellschaft getroffen. „Als Unternehmen werden sie diese Entscheidung auf der Grundlage dessen treffen, was für das Unternehmen weltweit richtig ist, aber im Moment sind wir in Bezug auf die Ford Motor Company äußerst engagiert in Australien", erklärt Kay Hart, Präsident und CEO von Ford Australien und Neuseeland. Die Aussage Fords folgt auf eine Ankündigung von General Motors, die Marke Holden fallen zu lassen und seine Aktivitäten in Australien und Neuseeland im kommenden Jahr einzustellen.

Zudem soll das thailändische GM-Produktionswerk verkauft werden und die Marke Chevrolet bis Ende 2020 aus Thailand verschwinden. Die Entscheidung von General Motors, den Markt zu verlassen, baut auf der umfassenden Strategie auf, die der Autohersteller 2015 angekündigt hat, um sein Kerngeschäft zu stärken, die Kosteneffizienz zu steigern und sich auf Märkte zu konzentrieren, die angemessene Renditen erzielen. Durch die Neuordnung der globalen Aktivitäten beschleunigt GM den Rückzug aus unrentablen Märkten und wird stärker abhängig von den USA, China, Lateinamerika und Südkorea. Der Absatz von GM ist 2019 in Australien auf rund 44.000 Einheiten gesunken, in Neuseeland auf rund 12.000 Einheiten. Das Unternehmen stellte 2017 die Produktion in Australien ein und importierte Fahrzeuge aus anderen Märkten.