Ford_Europa_Hackett

Ford-Chef Hackett vergeht das Lächeln, wenn er an das Ergebnis der Europa-Sparte denkt. Ein Problem glaubt man im veralteten Modellportfolio entdeckt zu haben. Bild: Ford

| von Stefan Grundhoff

Der Autobauer aus Dearborn will sich nach Informationen von Automotive News Europe in Zukunft wie schon in den USA auf SUV, Crossover und leichte Nutzfahrzeuge konzentrieren und die konventionellen PKW-Baureihen kritisch hinterfragen. Das europäische Geschäft des Unternehmens verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2018 einen Verlust von 73 Millionen US Doller gegenüber einem Gewinn von 88 Millionen US Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

„Wir sind sehr unzufrieden mit unserer Leistung in Europa", macht CEO Jim Hackett seinem Ärger Luft. Finanzvorstand Bob Shanks wurde da konkreter: „Der leistungsschwache Teil unseres Portfolios stellt einen Großteil unseres Volumens, unseres Umsatzes und unseres Kapitals in der Region dar.“ Dieser bestand hauptsächlich aus PKW und Minivans wie dem C-Max. Modelle wie Transit, Kuga, Ranger und die Importmodelle Edge und Mustang haben derweil einen überproportionalen Beitrag an Fords profitablen Fahrzeugverkäufen in Europa, so Shanks, stellen bislang aber eher Nischangebote dar.

Es ist jedoch nicht nur der falsche Modellmix, der Ford in Europa hart getroffen hat, denn auch der Brexit hat einige Probleme verursacht. So hat die Schwäche des britischen Pfund das Ergebnis belastet. Allerdings hat Ford auf viele Kundentrends deutlich langsamer als die Konkurrenz reagiert. Dabei sind Kernmodelle wie Fiesta, Focus und Mondeo besonders stark von der veränderten Kundennachfrage betroffen. Problem: SUV-Modelle wie der Ecosport oder der Edge sind dabei zu wenig auf europäische Kunden zugeschnitten.

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