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Ford ist in China schwer unter Druck und hat im ersten Halbjahr die schlechtesten Absatzzahlen seit sechs Jahren zu verzeichnen. Bild: Ford

| von Andreas Karius

Für Ford sind das im Reich der Mitte die schlechtesten Verkaufszahlen in einem ersten Halbjahr seit sechs Jahren. Im Gegensatz dazu brachte US-Konkurrent General Motors in den ersten sechs Monaten mit 1,84 Millionen Fahrzeugen 4 Prozent mehr an die chinesische Kundschaft - für GM ein neuer Rekord.

Insgesamt wuchs Chinas Automarkt im ersten Halbjahr nach Angaben des Herstellerverbands CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) um 5,6 Prozent auf 14,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Doch der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen den USA und China wirft seine Schatten voraus: Trotz der besser als erwarteten Entwicklung im ersten Halbjahr hält der Herstellerverband CAAM an seiner bisherigen Prognose fest, dass der chinesische Automarkt in diesem Jahr um 3 Prozent wachsen wird. US-Strafzölle würden definitiv Auswirkungen auf den chinesischen Automarkt haben, sagte der stellvertretende CAAM-Generalsekretär Xu Haidong.

Für die japanischen Hersteller fiel die Halbjahresbilanz ebenfalls unterschiedlich aus. Während Nissan und Toyota 11 bzw 9 Prozent mehr Fahrzeuge in China verkauften, ging der Absatz von Honda um 6 Prozent zurück. Insgesamt legten die Pkw-Verkäufe im Berichtszeitraum um 4,6 Prozent auf 11,8 Millionen zu. Der Absatz von Nutzfahrzeugen stieg sogar um 10,6 Prozent auf 2,3 Millionen. Besonders stark wuchsen die Verkäufe von Elektroautos, die in China gezielt gefördert werden: Sie kletterten um 112 Prozent auf 412.000 Fahrzeuge. Damit schicken sie sich an, in diesem Jahr erstmals die Marke von einer Million zu knacken.