AF Stuttgart Gresch

Peter Gresch: Die Themen Lüften, Heizen und Kühlen werden bei der Elektromobilität zu einer Herausforderung für die Elektronik. - Bild: Sabine Hofmann

Dies schildert Peter Gresch, Geschäftsführer Entwicklung und Leiter Produktbereich Elektronik bei Brose, in seinem Vortrag.

In seinem Vortrag geht Gresch auf die Auswirkungen auf die Automobil-Elektronikindustrie und zukünftige Marktentwicklungen ein. In den Wachstumsmärkten Brasilien, Indien, China werden mehr und mehr Komfortfunktionen wie elektrische Fensterheber, Klimaanlagen oder Fahrzeugnavigation nachgefragt. Dies werde zu einer weiteren Steigerung von Elektrik/Elektronik im Kraftfahrzeug führen, wie Gresch erläutert. Durch das Thema CO2 entstehe zudem Druck auf die Nebenaggregate – Stichwort: Innovationen.

2010 habe Brose 100 Millionen Motoren verkauft. 2020 könnte bereits in jedem dritten Auto ein E-Motor drin sein. Da diese nicht so komplex sind wie Verbrenner, kommen viele Player ins Boot, so Gresch, der auch im ZVEI Mitglied ist. Der Elektronikexperte mahnt bei zunehmender Elektrifizierung die Standardisierung, etwa bei Steckern, an. Die Themen Lüften, Heizen und Kühlen werde bei der Elektromobilität zu einer Herausforderung für die Elektronik.

Die Elektronik habe schon heute einen Wertschöpfungsanteil von bis zu 40 Prozent. Tendenz zunehmend. In manchen Weltgerionen habe die Automobilelektronik noch keinen hohen Stellenwert. In Deutschland liege er jedoch sehr hoch. Gresch gibt einen Ausblick: Der Weltbedarf an Halbleitern werde von aktuell 23,1 auf 39,3 Mrd. US-Dollar in 2015 wachsen. Auch der Kfz-Markt wachse, die Halbleiterbranche aber etwa doppelt so stark.