AF Stuttgart Klaus Bräunig

Klaus Bräunig: Deutsche Autos werden vom Wachstum profitieren und die Aussichten sind positiv. - Bild: Sabine Hofmann

In seinem Vortrag “Spitzentechnologie und Fächerstrategie – die Erfolgsgeheimnisse der deutschen Automobilindustrie” hob der VDA-Geschäftsführer die hohe Innovationsgeschwindigkeit der deutschen Automobilindustrie hervor. Nach der durchlebten Krise laute das Motto “Aufbruch”. Spitzentechnologie sei die Basis der Fächerstrategie. Wohlstand basiere auf technologischen Entwicklungen und Erfolgen beim Export.

Deutsche Autos werden vom Wachstum profitieren. Die Aussichten seien positiv. Gerade auch für die Lieferanten, derer sich dieses Forum besonders annehme, wie Bräunig betonte.

In China, dem großen Wachstumsmarkt, habe Deutschland einen Marktanteil von einem Fünftel. Seit 2008 konnte der Export von Pkw dort verdoppelt werden. Auf dem US-Markt gewinne man seit sechs Jahren in Folge Marktanteile. Im Heimatland liege der Anteil deutscher Konzernmarken bei 71 Prozent. Allein im Jahr 2010 habe die Automobilindustrie 20 Milliarden Euro in F&E investiert – mehr als ein Drittel der gesamten F&E-Investitionen der deutschen Wirtschaft.

Die Schlüsselbranche stehe vor großen Herausforderungen. Bräunig hob hervor, dass es zum Erfolg eine echte Partnerschaft von OEMs und Zulieferern brauche. Der VDA sieht sich dabei als “Kümmerer” für große wie auch kleine Themen in der Kette. Zwei Themen seien es, welche die Zuliefer bewegen: Innovation und Globalisierung. Dieser Internationalität werde sich der VDA annehmen und auf zahlreichen Messen präsent sein.

Die Herausforderungen der Zukunft seien Wohlstand und Mobilität. Die Chance für die Industrie liege in der Technologie und Technologie heiße Forschung und Entwicklung (F&E). Ein herausragendes Thema dabei ist die Entwicklung alternativer Antriebe. Kern der Strategie der deutschen Automobilindustrie sei eine Fächerstrategie. Man werde alle Chancen nutzen und nicht nur auf eine Karte setzen: Die Strategie reiche daher von der Optimierung klassischer Antriebe (Clean Diesel und Benziner) über Hybridantriebe bis hin zum E-Auto sowie der Brennstoffzelle.

Bräunig lobte die Entwicklungen der Branche, die ihre Innovationskraft gerade in der Reduzierung der CO2-Emission zeige. Wenn Fahrzeuge von Audi, BMW oder Mercedes-Benz der oberen Mittelklasse lediglich fünf Liter pro 100 Kilometer konsumieren, zeige dies, wie innovativ diese Branche sei. Solche Produkte seien attraktiv, weltweit. Wir leben vom Export. Klar müsse daher mit Blick auf den Handel sein, dass diese Schlüsselbranche Zugang zu den neuen Märkten bekomme.