Emblem-Montage bei VW in China

Krise über Krise bei VW im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre: Jetzt kündigen die großen Ratingagenturen eine Abstufung der Kreditwürdigkeit an. Bild: VW

In Statements, die von den Ratingagenturen in den USA veröffentlicht wurden, wird die bevorstehende Abstufung mit den erheblichen finanziellen Risiken durch die Dieselaffäre begründet. VW hat dazu bereits Rückstellungen in Höhe von über sechs Milliarden Euro gebildet. Ob dies ausreichen wird, gilt als zweifelhaft. So droht dem Autobauer in den USA eine Strafe in Höhe von bis zu 18 Milliarden US-Dollar. Wenngleich wenig wahrscheinlich ist, dass diese in dieser Höhe ausgesprochen wird, sind mit der Manipulation von Emissionswerten beim 2.0 Liter-Dieselmotor hohe finanzielle Risiken verbunden. So laufen inzwischen in 29 US-Bundesstaaten Ermittlungen gegen den Autokonzern. Dabei geht es sowohl um Verbraucher-, wie auch Umweltthemen. Nicht ungewöhnlich wäre, würde VW in den USA zur Rücknahme der Fahrzeuge mit falschen Abgaswerten gezwungen. Aktuell ist die Rede von 482.000 Fahrzeugen in Nordamerika. Überdies laufen in zahlreichen Ländern von Irland bis Australien Ermittlungen in der Sache.

Laut Detroit News sieht Standard & Poors durch den Rücktritt von Konzernchef Martin Winterkorn die Führung des Unternehmens möglicherweise geschwächt.

Eine Abstufung der Kreditwürdigkeit hätte für VW zur Folge, dass die Kapitalbeschaffung für das Unternehmen teurer wird. In welchem Ausmaß die Agenturen abstufen wollen, ist noch unbekannt.

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fv