Montage von Kühlschläuchen an Batteriemodulen bei der Daimler-Tochter ACCUmotive in Kamenz. Bild: Daimler

Batteriemodule baut Daimler in Kamenz weiterhin, Batteriezellen nicht mehr. Jetzt werden zunehmend Stimmen laut, Deutschland dürfe in diesem Bereich den Anschluss nicht verlieren . Bild: Daimler

Gabriel bestätigte dies laut dpa bei einer Runde mit den Betriebsratschefs von Daimler und Volkswagen, bei der es unter anderem um eine gemeinsame Zellfertigung der deutschen Autohersteller ging. Diese gilt als Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität, Deutschland spielt hier als Standort keine Rolle, was die Sorge nährt, die heimische Autoindustrie könne den Anschluss bei der Weiterentwicklung verlieren. Daimler schließt die letzte Zellfertigung in Deutschland zum Jahresende im sächsischen Kamenz und fertigt dort nur noch komplette Batteriesysteme. Die Zellen werden zugekauft – vor allem von dominierenden südkoreanischen Produzenten wie LG Chem.

Wie Wirtschaftsminister Gabriel sagte, habe Tesla-Gründer Elon Musk bei einem Gespräch vor einigen Monaten gesagt, dass er sich sehr für eine Batterieproduktion in Europa interessiere und Deutschland einer der interessantesten Standorte wäre. Er habe Musk angeboten, sobald seine Planungen spruchreif wären, solle er Bescheid sagen. Das wäre voraussichtlich kommendes Jahr. Es gebe verschiedene Fördermöglichkeiten, die auch Musk in Anspruch nehmen könne.

Die Betriebsratschefs von Daimler und Volkswagen hatten sich zuvor bei der Veranstaltung am Dienstag (17. November) im Daimler-Werk Rastatt für eine gemeinsame Zellfertigung der deutschen Autohersteller für E-Auto-Batterien ausgesprochen.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Batteriezellenfertigung Elektromobilität

fv