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Weil das Samsung-Management derzeit mit der Galaxy Note 7-Krise beschäftigt ist, sind die Verhandlungen mit Fiat-Chrysler über eine Übernahme von Magneti Marelli ins Stocken geraten. Bild: Magneti Marelli

Wie Detroit News unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, hat der südkoreanische Elektronikkonzern angesichts der massiven Probleme mit dem Note 7 die Verhandlungen mit dem Fiat-Chrysler-Konzern um eine Übernahme von Magneti Marelli zurück gestellt, oberste Priorität bei Samsung habe derzeit aber die Bewältigung der schweren Krise umd das Galaxy Note 7. Das Smartphone hatte just am Tag seiner Europapremiere vor einigen Wochen einen Rückruf kassiert, weil verwendete Lithium-Ionen-Akkus explodiert sind. Erst vor wenigen Tagen hat die Lufthansa ein Mitnahmeverbot für das Smartphone verhängt. Der südkoreanische Technologiekonzern hat ganz aktuell seine Gewinnerwartung für das dritte Quartal drastisch reduziert.

 

Zwar liefen die Gespräche zwischen FCA und den Südkoreanern noch weiter, ein Abschluss noch in diesem Jahr sei aber unwahrscheinlich. Samsung will Magneti Marelli in Teilen oder ganz übernehmen. Gerüchte über den Milliarden-Deal laufen schon länger, erst vor wenigen Wochen waren Gespräche zwischen den Unternehmen von FCA-Aufsichtsratschef John Elkann bestätigt worden.

Für FCA-Boss Sergio Marchionne ist der Verkauf des Zulieferers wichtig. Derzeit glauben nur wenige Analysten noch daran, dass Marchionne seine mit Horizont 2018 ausgegebenen wirtschaftlichen Ziele erreichen kann. Lediglich bei den Marken Jeep und Ram läuft es derzeit. Chrysler findet nicht mehr statt, die großspurigen Pläne zur Wiederbelebung von Alfa Romeo als globale Premiummarke liegen weit hinter dem Zeitplan und mit seinen öffentlichen Avancen um einen Merger mit einem anderen großen OEM hat sich der FCA-Boss bislang nur Abfuhren eingehandelt.