ZGH_Geely_Daimler-Einstieg_FCA

Bevor bei der Geely Holding ZGH Daimler als Investment-Ziel ins Scheinwerferlicht rückte, hatten sich die Chinesen offenbar FCA genauer angesehen. Bild: Geely

| von Frank Volk

Über den Vorgang berichtet Detroit News unter Berufung auf mit dem Geschehen vertraute Kreise. Demnach hatte ZGH-Gründer und Chef Li Shufu Mitte vergangenen Jahres Kontakt zu Fiat-Chrysler aufgenommen. 

Der chinesische Milliardär sondiert bereits seit einiger Zeit Möglichkeiten zu größeren Investments außerhalb Chinas. FCA-Boss Sergio Marchionne seinerseits macht keinen Hehl daraus, dass er nach einem starken Partner sucht. Im vergangenen Jahr war der italienisch-amerikanische Konzern intensiv mit Great Wall in Verbindung gebracht worden. Schlagzeilenträchtig war Marchionne zuvor mit seinen Avancen bei General Motors abgeblitzt.

Auch bei Li Shufu hat es nicht geklappt. So habe der chinesische Milliardär von einem offiziellen Angebot abgesehen - laut dem Informanten der Detroit News, habe ihn die FCA-Strategie nicht überzeugt.

Stattdessen hat sich Li, zu dessen Konzern die Marken Geely, Volvo, Proton, Lotus und LEVC (ehemals London Taxi) gehören,  mit rund 7,3 Milliarden Euro bei Daimler eingekauft und ist mit einem Anteil von knapp 10 Prozent größter Aktionär des deutschen Autokonzerns. 

 

 

      

Neuheiten des Genfer Autosalons: Frühlingsgefühle