Chrysler Ram Pick-up-Truck

Die US-Autokäufer interessierten sich vor allem für Geländewagen. Besonders Geschäftsleute aus der Baubranche kauften sich diese bulligen Fahrzeuge. - Bild: Chrysler

Aber auch die deutschen Autobauer fanden zum Teil so viele Käufer für ihre Fahrzeuge wie nie zuvor – mit Ausnahme von VW. Golf und Jetta waren nicht gefragt, die Wolfsburger verkauften rund ein Zehntel weniger Fahrzeuge als im April 2012.

Ford und Chrysler sprachen dagegen vom besten April seit 2007. Gefragt waren vor allem Geländewagen. Besonders Geschäftsleute aus der Baubranche kauften sich diese bulligen Fahrzeuge. Denn in den USA hat sich inzwischen der private Wohnungsbau belebt.

Der Verkauf von leichten Nutzfahrzeuge hat bis Ende April um 20 Prozent zulegt und wuchs damit dreimal schneller als die anderen Fahrzeugkategorien, wie Ford mitteilte. Große Geländewagen spülen den heimischen Herstellern viel Geld in die Kasse. Sie brächten Margen, die acht- bis zehnmal höher sein könnten als für Limousinen, schätzen einige Analysten.

Oberklasse-Modelle aus Deutschland weiter gefragt

Auch bei den deutschen Herstellern herrscht Freude über die Verkäufe im April. Daimler, der wegen der anhaltenden Absatzflaute auf dem europäischen Markt vor wenigen Tagen seine Jahresprognose kippte, punktete am US-Markt mit den Fahrzeugen mit dem Stern. Mercedes-Benz-Karossen brachten es auf ein Verkaufsplus von 5,8 Prozent. Porsche hat indes erstmals in der Geschichte in einem Monat mehr als 4.000 Einheiten abgesetzt. Allein der bullige Cayenne fand 1.750 Abnehmer.

BMW verkaufte vor allem seine Sportwagen, während der Stadtflitzer Mini nur leicht zulegen konnte. Auch mit den Luxusmodellen der VW-Tochter Audi ging es weiter bergauf. Bei den Ingolstädtern waren ebenso wie bei den Wettbewerbern die SUVs gefragt. Die Modelle Q5 und Q7 verkauften sich im April jeweils rund ein Drittel besser als im Vorjahr.

Die “Big Three” behaupten sich einsam an der Zulassungsspitze

General Motors und Chrysler brachten rund elf Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden. Ford zieht mit einem Plus von 18 Prozent auf 212.584 Einheiten zwar an den beiden Wettbewerbern vorbei. GM steht mit 237.646 verkauften Fahrzeugen aber weiter unangefochten an der Spitze des US-Automarkts. Volkswagen rangiert weit abgeschlagen mit 33.644 Gefährten an der Spitze der deutschen Anbieter. BMW ist den Wolfsburgern mit 29.011 Fahrzeugen auf den Fersen.

Unter den asiatischen Herstellern brillierte Nissan mit einem Zuwachs um fast einem Viertel. Toyota verkaufte indes etwas weniger Fahrzeuge. Die Japaner waren vor kurzem durch einen Massenrückruf in die Negativschlagzeilen geraten.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke