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Der US-Autobauer General Motors kehrt in den S&P 500 zurück. - Bild: dpa

Der Konzern ersetzt dort den Ketchup-Hersteller H.J. Heinz, der von Milliardär Warren Buffet sowie dem Finanzinvestor 3G Capital geschluckt wird und damit von der Börse verschwindet.

Den Wechsel teilte S&P Dow Jones am späten Montag in New York mit. Wirksam wird er nach Börsenschluss am 6. Juni. Heinz rechnet damit, dass die Übernahme am 7. Juni abgeschlossen wird, nachdem zuletzt alle Genehmigungen der Behörden vorlagen.

US-Autobauer schreibt wieder solide Gewinne

Für General Motors ist die Rückkehr in den S&P 500 so etwas wie ein Ritterschlag. Die US-Regierung hatte die Opel-Muttergesellschaft in der Wirtschaftskrise mit Steuermilliarden retten müssen. Um das Unternehmen wieder auf die Beine zu kriegen, fielen tausende Stellen weg, Werke wurden dicht gemacht und die Modellpalette wurde modernisiert. Heute schreibt GM wieder solide Gewinne und der Staat verkauft gerade seine letzten Anteile.

Die Trennung von GM dürfte für den US-Steuerzahler nun leichter und einträglicher verlaufen: Durch die Aufnahme in den Index wird die Aktie für viele Investoren attraktiver. Manche spezialisierte Fonds dürfen überhaupt erst jetzt in das Unternehmen investieren. Nachbörslich stieg die Aktie bereits um 3 Prozent auf annähernd 36 Dollar. Dies ist der höchste Stand seit Anfang 2011, kurz nachdem GM an die Börse zurückgekehrt war.

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dpa/Guido Kruschke