GM Buick China

Gute Geschäfte in China haben GM auch im dritten Quartal auf Kurs gehalten. Bild: GM

Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Konzern 0,7 Milliarden Dollar verdient, damals waren die Zahlen allerdings durch negative Sonderfaktoren verzerrt. “Trotz Herausforderungen in Russland und Südamerika lagen unsere Erträge im Plan”, sagte GM-Chefin Mary Barra. Der Umsatz stieg leicht auf 39,3 Milliarden Dollar.

Obwohl das Ergebnis des 3. Quartals um etwa 300 Millionen unter dem des Vorquartals lag, legte die GM-Aktie im vorbörslichen Handel in New York zu. Grund: der Autobauer lag über den Erwartungen der Analysten.

UPDATE 15:20 Uhr

Sorgenkind des GM-Konzerns bleibt das Europageschäft, das größtenteils von Opel bestritten wird. Der operative Verlust belief sich in Europa allein im dritten Quartal auf 387 Millionen Dollar. Über das gesamte bisherige Jahr gesehen fahren Opel und Chevrolet in Europa damit gemeinschaftlich einen Verlust von 976 Millionen Dollar (770 Millionen Euro) ein ? und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Erklärt werden die schlechten Zahlen vor allem mit dem schwachen Geschäft in Russland und dem Rückzug der Marke Chevrolet aus Europa.

Opel selbst kann zwar im Quartal tatsächlich leicht auf 253.000 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Doch insgesamt schwächelt das Europageschäft von GM auch beim Absatz. Schuld ist vor allem die Schwestermarke Chevrolet, die sich sukzessive aus Europa zurückziehen soll. Im dritten Quartal verkaufte sie nur noch 31.000 Fahrzeuge, rund zwei Drittel weniger als im Vorjahr. Unterm Strich verliert General Motors damit in Europa weitere Marktanteile ? von 7,7 Prozent im Vorjahreszeitraum sackte der Anteil auf 6,8 Prozent ab.

Neben der schwierigen Situation bei der Auslastung belastet auch die Entwicklung des russischen Marktes das Ergebnis. Dort war der Marktanteil von Opel, Chevrolet und Cadillac zuletzt um 1,2 Prozentpunkte eingebrochen ? und das in einem insgesamt schrumpfenden Markt. Als Konsequenz wird im Werk St. Petersburg nur noch im Ein-Schicht-Betrieb produziert. 500 Mitarbeiter dort müssen gehen.

Trotz der schlechten Zahlen hält Opel-Chef Neumann an seinen Zielen fest. In acht Jahren wolle man wieder fünf Prozent Rendite machen und den Marktanteil in Europa von heute 5,8 auf 8 Prozent steigern.

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fv