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Der US-Autobauer General Motors hat mit den Zahlen zum zweiten Quartal positiv überrascht, der der Ertrag je Anteil lag bei 84 Cents. - Bild: dpa

Zudem zeigte der Sparkurs der Europa-Tochter wie schon im Auftaktquartal erste Erfolge.

Vom April bis Juni verdiente GM 1,41 Milliarden US-Dollar bzw 93 Cent je Aktie. Bereinigt um einige Kosten lag der Ertrag je Anteil bei 84 Cents. Analysten hatten im Konsens nur mit 76 Cents gerechnet. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 39,1 Milliarden Dollar zu.

Sparkurs der Europa-Tochter zeigt erste Erfolge

Das Europageschäft ist seit langen Jahren das größte Sorgenkind des Konzerns, die Misere bei der deutschen Tochter Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall bescherte ihm etliche Milliarden Verlust. Der im vergangenen Jahr angestoßene Sanierungskurs trägt nun aber erste Früchte. Schrieb GM im Europa im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 391 Millionen Dollar, waren es jetzt nur noch 110 Millionen Dollar.

Auch der Wettbewerber Ford hatte seinen Verlust in Europa verringern können und nach der guten Geschäftsentwicklung die Jahresprognose angehoben. “Die Verbesserungen in Europa sind unglaublich ermutigend”, sagte Finanzvorstand Bob Shanks bei Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch.

Und das obwohl der europäische Automarkt seit Monaten schrumpft. Im Juni sanken die Pkw-Neuzulassungen um sechs Prozent, auch für Opel und die GM-Beteiligung Peugeot Citroen ging es wieder deutlich bergab. Die weltweit drittgrößte Vertriebsregion dürfte in diesem Jahr insgesamt zum sechsten Mal in Folge schrumpfen und damit das niedrigste Niveau seit Anfang der 1990er Jahre markieren.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke