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Die US-Regierung wird ihre Beteiligung am US-Autobauer General Motors weiter reduzieren. - Bild: dpa

“Wir sind zufrieden mit unseren Fortschritten bis jetzt und werden unsere Beteiligung weiter abbauen”, erklärte der zuständige Regierungsbeauftragte Tim Massad am Montag in Washington.

Die Regierung hatte GM in der Wirtschaftskrise 2009 mit 49,5 Milliarden US-Dollar vor dem Untergang bewahrt und im Gegenzug 61 Prozent der Anteile erhalten. Ende 2010 kehrte der zweitgrößte Autobauer der Welt zurück an die Börse und der Staat reduzierte seinen Anteil dabei auf 32 Prozent. Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Regierung angekündigt, bis spätestens zum Frühjahr 2014 ganz aussteigen zu wollen.

Steuerzahler standen für GM-Rettung gerade

Für den Staat erwies sich die Rettung als Verlustgeschäft. Bis Ende März nahm der Fiskus nach Angaben des Rettungsprogramms Tarp rund 30,4 Milliarden Dollar ein, nachdem er bald 50 Milliarden Dollar aufgewendet hatte. Vertreter des Finanzministeriums verwiesen jedoch darauf, dass ihnen die Sicherung von Arbeitsplätzen in den USA wichtiger sei als das Einstreichen von Kursgewinnen.

GM schreibt schon seit einiger Zeit wieder stabile Gewinne, zuletzt konnte der Konzern dank Einsparungen auch die Verluste bei Opel reduzieren. Der Rivale Chrysler war damals ebenfalls vom Staat gerettet worden und arbeitet nun wieder profitabel. Hier liegt die Mehrheit mittlerweile beim italienischen Autohersteller Fiat.

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dpa/Handelsblatt/Guido Kruschke