Goodyear Reifen

Die Wirtschaftsflaute in Europa belastet den US-Reifenhersteller Goodyear, der deswegen auch seine Gewinnprognose kappte. - Bild: Goodyear

Der in Akron (Bundesstaat Ohio) beheimatete Konzern kündigte am Dienstag einen operativen Gewinn in Höhe von 1,4 bis 1,5 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht zwar einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, liegt aber unter den zuvor in Aussicht gestellten 1,6 Milliarden Dollar. “Wir unternehmen Schritte, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in dieser Region wiederzuerlangen”, sagte Konzernchef Richard Kramer laut Mitteilung.

Der Absatz von Autoreifen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika sank 2012 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 16 Prozent auf 62,7 Millionen ein. In Nordamerika fiel der Absatz mit einem Abschlag von fünf Prozent auf 62,6 Millionen Reifen deutlich weniger. In Lateinamerika und in Asien verkauft Goodyear etwa ein Drittel so viele Reifen wie in den Kernregionen Europa/Naher Osten/Afrika und Nordamerika. Insgesamt schrumfte der Umsatz um rund acht Prozent auf 21 Milliarden Dollar, während der operative Gewinn um 120 Millionen auf 1,2 Milliarden Dollar sank. Unter dem Strich fiel der auf die Aktionäre entfallene Überschuss von 321 auf 183 Millionen Dollar.

Rückzug aus Europa?

Goodyear versucht gegenzusteuern. In Europa ziehen die US-Amerikaner die Reißleine. Ende Januar hatte Goodyear bereits die Schließung des französischen Standorts Amiens angekündigt. Darüber hinaus verabschiedet sich Goodyear aus dem Geschäft mit Reifen für die Landwirtschaft in Europa/Naher Osten/Afrika. Mit beiden Maßnahmen will Goodyear den Jahresgewinn um 75 Millionen Dollar aufbessern.

Alle Beiträge zum Stichwort Goodyear

dpa/Guido Kruschke