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Le Figaro zufolge fordert Ghosn 15 Millionen Euro Schadenersatz. Der frühere Renault-Spitzenmanager hat in den Niederlanden Klage gegen Nissan und Mitsubishi eingereicht. Bild: Renault

Der frühere Renault-Spitzenmanager Carlos Ghosn hat in den Niederlanden Klage gegen Nissan und Mitsubishi eingereicht. Eine Sprecherin Ghosns in Paris bestätigte am Freitag (19. Juli 2019) einen entsprechenden Bericht der französischen Zeitung Le Figaro. Demnach wirft Ghosn Nissan und Mitsubishi eine missbräuchliche Beendigung seines Arbeitsvertrags als Mitarbeiter der NMBV vor. Dabei handelt es sich um eine Tochter der beiden japanischen Autobauer mit Sitz in den Niederlanden.

Le Figaro zufolge fordert Ghosn 15 Mio Euro Schadenersatz. Die Anwälte des 65-Jährigen argumentieren demnach, dass Ghosn sein Amt beim Gemeinschaftsunternehmen von Renault und Nissan (RNBV) niedergelegt habe. Das gelte allerdings nicht für seinen Posten bei NMBV. Nach Ansicht von Ghosns Anwälten ist der Vertragsbruch nicht ausreichend begründet.

Nach der Verhaftung Ghosns in Japan war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine Führungskrise geraten. Ghosn war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden. Dieser bestreitet die Vorwürfe.