Carlos Ghosn

Trotz schlechter Zahlen optimistisch für Avtovaz: Carlos Ghosn. Bild: Renault

Der russische Nachrichtendienst SKRIN Newswire zitiert den Renault Chef mit den Worten, dass er persönlich “sehr zuversichtlich” sei, dass dem angeschlagenen russischen Autobauer die Wende bis 2017 gelingen wird. Hoffnungen setzt Ghosn dabei auf den neuen Avtovaz-Chef Bo Andersson sowie auf neue Produkte. Mit Blick auf Russland müsse Lada einen Marktanteil von mindestens 20 Prozent halten. Große Chancen sieht Ghosn im Export von Lada-Modellen in die ehemaligen GUS-Länder. Avtovaz hatte vor wenigen Tagen tiefrote Zahlen für das Jahr 2013 vorgelegt. So fiel der Autoabsatz 2013 um 19 Prozent, unter dem Strich fuhr der größte russische Autobauer ein Minus von 195.3 Millionen US-Dollar ein. Desolat fielen die Zahlen für die wichtigen Volumenmodelle Kalina und Priora mit einem Minus von 43 respektive 54 Prozent aus. Positiv am Markt aufgenommen worden war der auf dem Renault Logan basierende Lada Largus.

Die schlechten Avtovaz-Zahlen hatten auch Renault unter Druck gesetzt. Mitte des Jahres übernimmt Renault-Nissan die Mehrheit am russischen Autobauer. Durch den Einstieg bei AvtoVAZ steigt die französisch-japanische Allianz zum größten Hersteller in Russland auf und sichert sich im Werk Togliatti riesige Produktionskapazitätzen, über die alle Wachstumsmärkte der ehemaligen GUS erschlossen werden können. Neben den strategischen Optionen, die der Einstieg bei Avtovaz eröffnet, ist dieser mit erheblichen Risiken behaftet. So verliert Lada seit Jahren Marktanteil in Russland, das Werk in Togliatti ist ein Sanierungsfall.

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Frank Volk