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Opel-CEO Lohscheller: "werden Vorschlag einer strategischen Partnerschaft mit Segula Technologies intensiv mit unseren Sozialpartnern diskutieren." Bild: Opel

Wie der Rüsselsheimer Autobauer in einer heute, Mittwoch (5. September) kurzfristig anberaumten Telefonkonferenz bekannt gab, hat der Entwicklungsdienstleister Segula Technologies einen Vorschlag unterbreitet, das Entwicklungszentrum Rüsselsheim mit Opel als strategischem Partner zu einem Entwicklungs-Campus von europäischem Rang auszubauen. Die Aktivitäten würden über die Automobilindustrie hinausgehen – auch in Branchen wie Bahn und Energie – und damit die Kundenstruktur von Segula Technologies widerspiegeln. Bei einer Einigung würde Segula Technologies Anlagen der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung sowie bis zu 2.000 Mitarbeiter des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums übernehmen. Segula Technologies will den bis Juli 2023 vereinbarten Kündigungsschutz erhalten.

Wie Opel-Chef Michael Lohscheller betonte, befinde man sich bezüglich des Vorschlags noch in einer frühen Verhandlungsphase. Die potenzielle Partnerschaft steht unter dem Vorbehalt erfolgreicher weiterer Verhandlungen mit Segula Technologies und den Sozialpartnern sowie der Zustimmung verschiedener Gremien – inklusive des Aufsichtsrats der Opel Automobile GmbH.

Lohscheller machte aber keinen Hehl daraus, dass er das Konstrukt begrüßt. Denn das Entwicklungszentrum übernimmt zwar für Opel und den gesamten PSA-Konzern zentrale Aufgaben wahr, wie etwa die Entwicklung der nächsten Motorengeneration für den gesamten PSA-Konzern oder die komplette Entwicklung und das Design aller Opel- und Vauxhall Modelle. Allerdings stehe auch durch die Trennung von GM kurz- und mittelfristig ein drastischer Rückgang an Aufträgen durch externe Untenehmen an. Vor diesem Hintergrund sei es  "unsere Pflicht und Priorität, hart dafür zu arbeiten, am Standort Rüsselsheim hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Entwicklung zu sichern", so Lohscheller. In dem Konstrukt mit Segula Technologies sieht der Opel-Lenker offenbar so eine Lösung: "Mit Segula haben wir einen exzellenten Partner gefunden."

Laurent Germain, Group Managing Director von Segula Technologies, ergänzte: „Die potenzielle strategische Partnerschaft wäre der Schlüssel für das Erreichen unseres Ziels: bis 2023 der weltweit führende Dienstleister für automobile Lösungen zu werden. Mit dem Aufbau eines zentralen Entwicklungszentrums in Rüsselsheim würden auch neue Bereiche außerhalb der Automobilindustrie abgedeckt werden, um unsere weltweiten Kunden zu bedienen. Die anerkannte Stärke der Opel-Ingenieure in Kombination mit dem Know-how von Segula Technologies würde es uns ermöglichen, neue Standards zu setzen."