Mary Barra: Das zuständige Komitee des US-Repräsentantenhauses hat die GM-Chefin für Mittwoch zu

Mary Barra: Das zuständige Komitee des US-Repräsentantenhauses hat die GM-Chefin für Mittwoch zu einer weiteren Befragung geladen. Bild: GM

Der Ausschuss befasst sich mit dem verspäteten Rückruf von Autos mit defekten Zündschlössern, die bislang mit mindestens 13 Todesfällen in Verbindung gebracht werden.

Wie aus einigen vorab veröffentlichten Fragen hervorgeht, wollen die Abgeordneten wissen, ob die internen Ermittlungen bereits abgeschlossen sind. Ferner interessieren sie sich dafür, ob Barra der Ansicht ist, ob die internen Probleme des Konzerns zu anderen Verzögerungen bei Rückrufen geführt hätten.

Das Memorandum des Ausschusses macht deutlich, dass das Komitee den Rückruf aufgrund der Zündschloss-Probleme weiterhin untersucht. Die Politiker haben sowohl mit Mitarbeitern von General Motors als auch von der zuständigen Regulierungsbehörde National Highway Traffic Safety Administration Gespräche geführt.

GM musste bereits zahlreiche Autos in die Werkstätten zurückrufen, weil die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten können. Dies kann etwa dazu führen, dass sich Airbags bei Unfällen nicht öffnen. Dem Konzern wird vorgeworfen, die Lösung des Problems verschleppt zu haben. Offenbar hatten Ingenieure bereits ab 2001 Kenntnis von den defekten Zündschlössern.

Im April hatte sich Barra noch geweigert, in mehreren Anhörungen die Fragen der Abgeordneten zu beantworten. Sie sagte damals, sie wollte den Bericht der internen Ermittlungen abwarten, der am 5. Juni vorgelegt wurde. Dieser sprach Barra und andere Topmanager von jeglichem Fehlverhalten frei, kam jedoch zu dem Ergebnis, dass die herrschende Bürokratie des Konzerns dafür gesorgt hat, dass Probleme dieser Art nicht angegangen wurden.

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Dow Jones/Marina Reindl