GM Produktion

Die Produktionsbänder bei GM könnten bald stillstehen. Bild: GM

Das berichtet die Detroit News. Aus Gerichtsdokumenten, die der US-Zeitung vorliegen, geht hervor, dass selbst eine eintägige Unterbrechung der Lieferungen zu einem kompletten Produktionsstopp bei General Motors in allen nordamerikanischen Werken führen könnte. Das Problem: Clark-Cutler-McDermott liefert die Teile just-in-time. Die Innenraumverkleidungen und die Akustik-Dämmung, die das Unternehmen produziert, kommt in nahezu allen Modellen des US-Autobauers zum Einsatz. Bis dato sieht sich General Motors aber noch nicht dazu gezwungen, die Fertigung zu stoppen. Eine endgültige Entscheidung, ob es nun zum Produktionsstopp kommt, steht allerdings noch aus. Das Gericht muss entscheiden, ob der Zulieferer von seinen Verträgen mit GM zurücktreten darf oder weiter produzieren muss. 

Clark-Cutler-McDermott hat erklärt, dass man unprofitable Verträge mit GM habe. Dabei ist der Zulieferer abhängig vom US-Autoriesen. 80 Prozent des Umsatzes erwirtschafte Clark-Cutler-McDermott mit der Produktion von Komponenten für General Motors. Deshalb habe das Unternehmen seit 2013 Verluste in Höhe von 12 Millionen Dollar angehäuft. Allein in diesem Jahr habe man jeden Tag 30.000 Dollar verloren. Mittlerweile hat der Zulieferer Insolvenz beantragt. GM hat laut US-Medien dem angeschlagenen Zulieferer bereits ein Darlehen von mehreren Millionen Dollar gewährt und zahlt nun auch höhere Preise, um den Zulieferer am Leben zu halten.

Pikant: 2015 prämierte der Detroiter OEM den Zulieferer noch als Supplier of the Year. 

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