Mary Barra, GM

GM-Chefin Mary Barra kann zufrieden sein: Der Heimatmarkt floriert und auch in China hält sich der Konzern gut. Bild: GM

Im zweiten Quartal nahm der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 0,2 auf 1,1 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro) zu, wie der größte US-Autohersteller am Donnerstag (23.7.) mitteilte. Die deutsche Tochter Opel ist auf dem Weg aus der Verlustzone einen großen Schritt vorangekommen.

Der Gewinnanstieg von GM übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich. Die Aktie startete mit einem Plus von gut sieben Prozent in den New Yorker Handel, auch dank eines positiven Geschäftsausblicks, den das Management abgab. Im Vorjahr hatte das Rückruf-Debakel wegen defekter Zündschlösser noch hohe Sonderkosten verursacht. Der Konzern musste damals Hunderte Millionen für Unfallopfer beiseite legen.

GM-Chefin Mary Barra zeigte sich mit den Quartalszahlen zufrieden: “Wir haben von der robusten Autoindustrie in Nordamerika und von unserer Stärke in China profitiert.” Geld verdiente der Konzern vor allem im Heimatmarkt, wo dank günstiger Benzinpreise das Geschäft mit Spritschluckern wie SUV und Pick-up-Trucks floriert. Befürchtungen, GM könnte in China ins Schlingern kommen, bestätigten sich nicht.

Probleme gab es zuletzt in einigen Schwellenmärkten. Wie GM bereits angekündigt hatte, mussten in Venezuela wurden 0,6 Milliarden Dollar abgeschrieben werden. Grund war eine Anpassung der Bilanzierung wegen des drastischen Verfalls der Landeswährung Bolivar. Das führte zu einem operativen Verlust im Südamerika-Geschäft. Auch in Thailand schrieb GM 0,4 Milliarden Dollar ab.

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