Vor allem zur Unterstützung des Wachstums der China-Marke Wuling (im Bild ein Produkt der Pkw-Marke

Vor allem zur Unterstützung des Wachstums der China-Marke Wuling (im Bild ein Produkt der Pkw-Marke Boajun) wurde jetzt das Werk Chongqing hochgefahren. Bild: Wuling

Im Schatten der im Westen bekannteren China-Marken wie Geely, Chery und Great Wall startet Wuling derzeit am Heimatmarkt durch. Die von GM unabhängige Marke – weshalb deren Verkäufe von IHS Automotive nicht zum weltweiten Absatz des US-Herstellers zählt – verzeichnet satte Zuwächse im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge und mit der Marke Boajun auch bei den Pkw. Dominant sind bei der vor allem in den ländlichen Regionen verbreiteten Marke die leichten Nutzfahrzeuge mit einem Absatz von 1,48 Millionen Einheiten, was einem Zuwachs von 8,9 Prozent entspricht. Erfolgreich ist Wuling aber auch mit seiner jungen Pkw-Marke Boajun, die den Absatz in diesem Jahr (Stand November) um 63 Prozent auf etwas über 143.000 Einheiten steigern konnte. Dass die Bilanz nicht noch besser ausfällt, liegt am Kapazitätsengpass in der Produktion. Dieser ist mit der Inbetriebnahme der Produktion in Chongqing nach Einschätzung von IHS Automotive vorerst gelindert. In dem Werk mit einer Kapazität von 400.000 Einheiten jährlich, sollen nach Erkenntnissen von IHS praktisch ausschließlich Fahrzeuge von Wuling gebaut werden.

Dem Werk selbst misst IHS China-Expertin Julia Ma hohe strategische Bedeutung für die Wachstumspläne von SGMW zu. Durch das Werk könne der Hersteller die Regionen im Südwesten Chinas besser versorgen und vor allem auch das Landesinnere Richtung Westen, der nach dem Willen der Regierung nun verstärkt für die Automobilindustrie erschlossen werden soll.

Mit dem neuen Werk kommt das Dreier-Joint Venture auf eine Gesamtproduktionskapazität von zwei Millionen Einheiten in China. Das ist laut Julia Ma aber immer noch nicht ausreichend für die mittelfristigen Absatzziele von SGMW, weshalb der Beschluss zu Erweiterung des Liuzhou sehr wichtig sei. Dort investiert der Autobauer in die Verdoppelung der jährlichen Kapazität auf 800.000 Fahrzeuge. Zudem soll in Liuzhou ein neues Motorenwerk mit einem jährlichen Ausstoß von 200.000 Aggregaten gebaut werden.

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Frank Volk